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Die Kasbah der algerischen Hauptstadt Algier - Weltkulturerbe.

Auch wenn man als Reisender schon verschiedene Islamische Altstädte (Kasbahs) gesehen hat wie Jerusalem, Kairo, Tripolis, Fes, Marakesch etc. so beeindruckt die Kasbah von Algier besonders. Mit ihren vielen Moscheen bietet die Kasbah von Algier ein einzigartiges Ensemble, welches den Welterbestatus verdient.

Minztee - eine lange maghrebinische Teekultur

Teetrinken war und ist eines der wichtigsten Rituale in den Ländern des Maghreb, insbesondere bei den Nomaden in der Wüste. Um ein Tee zuzubereiten braucht man drei Dinge sagen die Nomaden: die Zeit, die Glut und natürlich die Freunde... das dritte Glas ist süß, lieblich und "geheimnisvoll wie die Liebe"...

Meursault, contre-enquête Werk - Kamel Daoud

"Meursault, contre-enquête" ist Daouds erster Roman, eine Erzählung, die auf den Erfolgsroman "Der Fremde" von Albert Camus aufbaut. In dem Roman rollt Daoud siebzig Jahre später noch einmal die Geschehnisse in Camus Roman auf.

Lahmamm Alli Rabitou - El Hadj M'hmmed El Anka.

El Hadj M'hmmed El Anka gilt als Erfinder und einer der größten Meister der sogenannten Chaâbi-Musik. Zu seinem berühmtesten Lieder gehören " Lehmam lli rebbit-u", "Lhemdu li Llah ma bqac listiimar fi Blad-na" und "Subhan Llah ya ltif".

L’Algérie vue du ciel - Algerien von oben.

Gewaltig und geheimnisvoll, Algerien das größte Land Afrikas fotografiert von oben. Von der Mittelmeerküste bis zur Sahara, von Tlemcen nach Annaba, Von den Bergen der Kabylei bis zur Gebirgsmassiv von Aurès und von der goldenen Saharadünen bis zur weißen Stadt Algier...

Weisheit des Tages

Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern sich zu freuen, dass der Dornenstrauch Rosen trägt. Arabische Weisheit

Die französische Kolonialherrschaft (1830 - 1962)

Nachdem Frankreich unter einem Vorwand 1830 zentrale Küstenstädte besetzt hatte, weitete es seine Besatzung immer weiter aus. Algerien wurde systematisch kolonisiert. Zuvor mußte in der Zeit von 1830 bis 1848 allerdings der Widerstand des algerischen Nationalhelden Abdelkader überwunden werden, der es zeitweilig schaffte, die Vision eines algerischen Nationalismus vorwegzunehmen und der französischen Armee bedeutende Niederlagen beibrachte, so dass er von Frankreich im Vertrag von Tafna (1837) sogar als Herrscher Algeriens (Emir) anerkannt wurde,

der nur formal französischer Oberhoheit unterstand. Abdelkader, begnügte sich jedoch damit nicht, sondern suchte die endgültige Entscheidung und nahm den Krieg wieder auf. Allerdings kam es nicht zur Zusammenarbeit zwischen Abdelkader und Ahmad Bey von Constantine der in Ostalgerien gegen Frankreich kämpfte. Nachdem die französischen Truppen Constantine erobert hatten, drangen sie in Westalgerien ein und zwangen Abdelkader zur Flucht nach Marokko. Erst 1847 gab Abdelkader den Widerstand auf. Er bleibt jedoch eine von allen Seiten respektierte Figur der algerischen Geschichte und steht für die Möglichkeit, dass es anders und vielleicht besser hätte kommen können.
Nun begann die Umwandlung Algeriens in eine französische Provinz. 1848 annektierte Frankreich den nördlichen Teil Algeriens und erklärte ihn zum integralen Bestandteil des französischen Mutterlandes. Drei "Départements Outre Mer" - (Algier, Oran, Constantine) wurden damals geschaffen, 1957 kam mit Annaba bzw. Bône ein viertes dazu). So wurden französische Siedler ins Land gelockt, wofür Ländereien der arabischen und berberischen Bevölkerung im großen Umfang enteignet wurden. Der gegen diese Enteignungen gerichtete Aufstand des al-Mokrani in Ostalgerien (1870 - 1871) wurde unter dem Einsatz von 80000 Soldaten von den Franzosen niedergeschlagen. Algerien verlor 25 % seiner Bevölkerung und weitere 70 % des Landbesitzes an die französischen Siedler. Bis 1906 war auch die algerische Sahara von den Franzosen unterworfen worden.
Mit dem code d'indigénat - auch "Knüppelcode" genannt -, einer besonderen Gerichtsbarkeit,  wurde quasi ein Apartheidssystem für die einheimische Bevölkerung geschaffen, das bis 1962 in Kraft blieb.
Trotz aller Härte und militärischer Überlegenheit war es der französischen Besatzung nicht gelungen, sich als legitim darzustellen. Hungersnöte und exzessive Gewalt untergruben ihre Legitimiationsgrundlage, die Partizipation der einheimischen Bevölkerung an einer gemeinsamen Identität wurde nicht ernsthaft betrieben. Einheimisches, an die islamische Scharia angelehntes Recht und europäische Rechstsstandards existierten unverbunden nebeneinander her und führten für die Algerier teilweise zu schizophrenen Situationen, z.B. bei weiblichen Bekleidungsregeln.
136.000 Algerier hatten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten gekämpft. Während der Siegesfeiern am 8.Mai 1945 wurden Rufe nach Unabhängigkeit Algeriens laut; in Setif schoss die Polizei daraufhin in die Menge. Danach eskalierte die Gewalt landesweit und man spricht von 25.000 getöteten Algeriern, die bei Massakern von französischer Armee und bewaffneten Siedlern umgebracht wurden. Allerdings gab es zuvor auch Übergriffe und Morde an Europäern. Quelle: wikipedia.org

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GESCHICHTE

Aufgrund der günstigen strategischen Lage am Mittelmeer, blickt Algerien auf eine bewegte Geschichte zurück. Sieben Invasionen musste es standhalten: den Phöniziern, Römern, Vandalen, Byzantinern, Arabern, Türken und Franzosen. Für das heutige Algerien ist neben der französischen Invasion besonders die arabische Eroberung von großer Bedeutung, insofern, als sie die Islamisierung von ganz Nordafrika und die Arabisierung des größten Teils der Berber nach sich zog. Die Geschichte Algeriens läßt sich grob chronologisch in sechs Epochen unterleiten: die Frühgeschichte, die Antike, die arabische Eroberung, die osmanische Herrschaft, die französische Kolonialherrschaft und die Zeitgeschichte (1954 bis heute).

Französische Kolonialherrschaft

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Krim Belkassem (1922 - 1970)- Algerischer Politiker

    Krim Belkassem (* 1922 inKabylei Algerien; † 20. Oktober 1970 in Frankfurt am Main), war ein algerischer Offizier und Politiker und spielte eine bedeutende Rolle im Algerienkrieg, für den Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich. Er war ein historischer Anführer des algerischen Nationalismus in der Kabylei und später, ab 1958, Mitglied der GPRA (provisorische Regierung der Republik).

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  • Emir Abd El-Kader. auch Abd El-Kader. El djazairi (* 6. September 1808 in Guetna bei Mascara; † 26. Mai 1883 in Damaskus) war ein algerischer Freiheitskämpfer und Gelehrter.  Am 21.November 1832 wurde er zum Emir gewählt und damit Chef des algerischen Staats.

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  • Ahmed Ben Bella - Präsident Algeriens (1962 - 1965)

    Ahmed Ben Bella(* 25. Dezember 1918 in Maghnia Algerien; † 11. April 2012 in Algier) war Algeriens erster Präsident, ein militanter Nationalist und einer der entscheidenden Persönlichkeiten Algeriens, der eine Hauptverantwortung in der nationalen Bewegung übernahm und eine führende Rolle im Befreiungskampf des algerischen Volkes gespielt hatte.

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  • Benyoucef Benkhedda (1923 - 2003) - Algerischer Politiker

    Benyoucef Benkhedda(* 30.11.1923 in Berrouaghia Médéa - † 04.02.2003 in Algier), war der zweite Präsident der GPRA Algeriens. Nachdem er seine Primarschule vollendete, zog er in die Stadt Blida ein dann nach Algier, wo er sein Studium als Apotheker absolvierte. Im Jahre 1946 arbeitete er beim Komitee der Publikation von der Zeitung El Omma El Djazairia.

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