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Die polyphone Musik Ahellil der Region Gourara - Weltkulturerbe.

Die Ahellil ist eine Kombination aus Poesie, harmonischen Gesang, Musik und Tanz aus der Region Gourara im Südwesten Algeriens. Die polyphone Musik Ahellil ist ein poetisch-musikalisches und sinnbildliches Genre des Volks Zeneta (Iznaten).

Die Tajine - der traditionelle Schmortopf aus dem Maghreb

Kochen in der Tajine ist die seit Jahrtausenden bewährte, besonders aromaschonende Garmethode der Berber aus dem Maghreb. Die Tajine ist ein traditioneller Schmortopf, der auch hierzulande seine Verwendung immer beliebter wird. Der Schmortopf bringt viele Vorteile und zaubert einen unvergleichbaren, authentischen Geschmack auf den Teller.

Stern von Algier - Aziz Chouaki

Den Spagat zwischen Tradition und Moderne thematisiert Aziz Chouaki in seinem Roman Etoile d’Alger (deutsch: Stern von Algier). Moussa, ein Musiker aus dem Volk, will traditionelle Berbermusik mit westlicher verweben, er will „der Michael Jackson von Algier“ werden.Und wenn dieser Hund..

Dzayer Ya El Assima- Abdelmadjid Meskoud.

Abdelmadjid Meskoud ist ein Chaabi-Sänger, der durch sein Lied "Dzayer Ya El Assima" berühmt wurde.Dieser Song weckt Erinnerungen an sehr guten alten Zeiten in der weißen Stadt Algier, in der angeblich alles viel schöner und besser war als in der Gegenwart.

Algérie, la mer retrouvée - Algerien entdeckt seine Küste wieder.

Thalassa, eine sehr beliebte Sendung des Französisch-Kanals FR3, bietet eine neuartige Erkundung der 1600 Kilometer langen Küsten und nimmt uns auf eine ungewöhnliche Reise mit. Von West nach Ost bieten die algerischen Landschaften eine faszinierende Vielfalt. 

Weisheit des Tages

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Albert Einstein

Die französische Kolonialherrschaft (1830 - 1962)

Nachdem Frankreich unter einem Vorwand 1830 zentrale Küstenstädte besetzt hatte, weitete es seine Besatzung immer weiter aus. Algerien wurde systematisch kolonisiert. Zuvor mußte in der Zeit von 1830 bis 1848 allerdings der Widerstand des algerischen Nationalhelden Abdelkader überwunden werden, der es zeitweilig schaffte, die Vision eines algerischen Nationalismus vorwegzunehmen und der französischen Armee bedeutende Niederlagen beibrachte, so dass er von Frankreich im Vertrag von Tafna (1837) sogar als Herrscher Algeriens (Emir) anerkannt wurde,

der nur formal französischer Oberhoheit unterstand. Abdelkader, begnügte sich jedoch damit nicht, sondern suchte die endgültige Entscheidung und nahm den Krieg wieder auf. Allerdings kam es nicht zur Zusammenarbeit zwischen Abdelkader und Ahmad Bey von Constantine der in Ostalgerien gegen Frankreich kämpfte. Nachdem die französischen Truppen Constantine erobert hatten, drangen sie in Westalgerien ein und zwangen Abdelkader zur Flucht nach Marokko. Erst 1847 gab Abdelkader den Widerstand auf. Er bleibt jedoch eine von allen Seiten respektierte Figur der algerischen Geschichte und steht für die Möglichkeit, dass es anders und vielleicht besser hätte kommen können.
Nun begann die Umwandlung Algeriens in eine französische Provinz. 1848 annektierte Frankreich den nördlichen Teil Algeriens und erklärte ihn zum integralen Bestandteil des französischen Mutterlandes. Drei "Départements Outre Mer" - (Algier, Oran, Constantine) wurden damals geschaffen, 1957 kam mit Annaba bzw. Bône ein viertes dazu). So wurden französische Siedler ins Land gelockt, wofür Ländereien der arabischen und berberischen Bevölkerung im großen Umfang enteignet wurden. Der gegen diese Enteignungen gerichtete Aufstand des al-Mokrani in Ostalgerien (1870 - 1871) wurde unter dem Einsatz von 80000 Soldaten von den Franzosen niedergeschlagen. Algerien verlor 25 % seiner Bevölkerung und weitere 70 % des Landbesitzes an die französischen Siedler. Bis 1906 war auch die algerische Sahara von den Franzosen unterworfen worden.
Mit dem code d'indigénat - auch "Knüppelcode" genannt -, einer besonderen Gerichtsbarkeit,  wurde quasi ein Apartheidssystem für die einheimische Bevölkerung geschaffen, das bis 1962 in Kraft blieb.
Trotz aller Härte und militärischer Überlegenheit war es der französischen Besatzung nicht gelungen, sich als legitim darzustellen. Hungersnöte und exzessive Gewalt untergruben ihre Legitimiationsgrundlage, die Partizipation der einheimischen Bevölkerung an einer gemeinsamen Identität wurde nicht ernsthaft betrieben. Einheimisches, an die islamische Scharia angelehntes Recht und europäische Rechstsstandards existierten unverbunden nebeneinander her und führten für die Algerier teilweise zu schizophrenen Situationen, z.B. bei weiblichen Bekleidungsregeln.
136.000 Algerier hatten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten gekämpft. Während der Siegesfeiern am 8.Mai 1945 wurden Rufe nach Unabhängigkeit Algeriens laut; in Setif schoss die Polizei daraufhin in die Menge. Danach eskalierte die Gewalt landesweit und man spricht von 25.000 getöteten Algeriern, die bei Massakern von französischer Armee und bewaffneten Siedlern umgebracht wurden. Allerdings gab es zuvor auch Übergriffe und Morde an Europäern. Quelle: wikipedia.org

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GESCHICHTE

Aufgrund der günstigen strategischen Lage am Mittelmeer, blickt Algerien auf eine bewegte Geschichte zurück. Sieben Invasionen musste es standhalten: den Phöniziern, Römern, Vandalen, Byzantinern, Arabern, Türken und Franzosen. Für das heutige Algerien ist neben der französischen Invasion besonders die arabische Eroberung von großer Bedeutung, insofern, als sie die Islamisierung von ganz Nordafrika und die Arabisierung des größten Teils der Berber nach sich zog. Die Geschichte Algeriens läßt sich grob chronologisch in sechs Epochen unterleiten: die Frühgeschichte, die Antike, die arabische Eroberung, die osmanische Herrschaft, die französische Kolonialherrschaft und die Zeitgeschichte (1954 bis heute).

Französische Kolonialherrschaft

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Ferhat Abbas (1899 - 1985) - Algerischer Politiker

    Ferhat Abbas (* 24. August 1899 in Taher, Algerien; † 24. Dezember 1985 in Algier), von Beruf ursprünglich Apotheker, war ein algerischer Freiheitskämpfer, Politiker und Führer im Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich (Algerienkrieg). Er trat für die Selbstbestimmung Algeriens und die Unabhängigkeit von Frankreich ein. Im Frühjahr 1956 schloss er sich dem FLN an.

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  • Colonel Amirouche (1926 - 1959) - Märtyrer

    Amirouche Ait Hamouda (31 Oktober 1926 in Tassaft Ouguemoun 1926- 29 März 1959 Boussada), besser bekannt unter dem Namen Colonel Amirouche, war ein algerischer Nationalist und gilt als einer der hervorragendsten Führer der algerischen Aufstandsbewegung . Er war Oberst der ALN (Nationale Befreiungsarmee) und genoss den legendären Ruf einer der härtesten Widerstandskämpfer Algeriens zu sein.

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  • Mohammad Boudiaf (1919 - 1992) - Algerischer Politiker

    Mohammad Boudiaf(* 23. Juni 1919; † 29. Juni 1992 in Annaba), auch Si Tayeb el Watani genannt, war ein führender algerischer Politiker, einer der Mitbegründer der Nationalen Befreiungsfront FLN und Mitglied des ersten "Revolutionsrates", bestehend aus sechs Mitgliedern, das am 1. Nov. 1954 den algerischen Aufstand gegen Frankreich auslöste.

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  • Lalla Fadhma n'Soumer (1830 - 1863) - Freiheitskämpferin

    Lalla Fadhma n'Soumer oder Lalla Fatma n'Soumer (1830 in Abi Youcef - Béni Slimane 1863 ), ihr richtiger Name Fadhma Nat Sid Hmed war eine wichtige Figur der algerischen Widerstandsbewegung in den ersten Jahren der französischen Kolonialeroberung Algeriens. Lalla, das weibliche Äquivalent von Sidi , ist ein Ehrentitel für Frauen von hohem Rang vorbehalten oder die als Heilige verehrt werden.

     

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