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Pilgerreise zum Mausoleum von Sidi Abd el-Qader - Weltkulturerbe.

Ende Juni jeden Jahres unternehmen Sufi-Gemeinschaften eine dreitägige Pilgerreise zum Mausoleum von Sidi Abd el-Qader Ben Mohammed in Sidi Cheikh/Algerien. Die Pilgerreise stärkt die friedlichen Beziehungen unter den Sufi-Bruderschaften. Im Dezember 2013 ist die Pilgereise in die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

Karentika - ein äußerst begehrtes Gericht aus Westlagerien

Karentika (ähnlich wie Farinata) ist ein äußerst begehrtes Gericht aus Westlagerien. Es ist günstig, nahrhaft, lecker und kann schnell zubereitet werden. Karentika ist eine Art Auflauf aus Kichererbsenmehl und zählt zu den günstigsten Gerichte Algeriens, das sich wirklich jedermann leisten kann.

Das Dorf des Deutschen - Boualem Sansal

Dies ist die Geschichte des Deutschen Hans Schiller und seiner beiden Söhne Rachel und Malrich. Die Brüder wuchsen fernab der Eltern in der Pariser Banlieu auf. Sie sind in Frankreich geblieben. Rachel hat Karriere gemacht: er hat einen guten Job ein kleines Häuschen, ein Auto, eine Frau ..

A Vava Inouva - Idir.

Noch heute zählt “A Vava Inouva” zu den wenigen algerischen Titeln, die weit über die Grenzen des Maghreb hinaus Beachtung fanden - das Lied wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Es liegt schon fast vierzig Jahre zurück, dass der 1949 in der Kabylei geborene Idir mit “A Vava Inouva” Musikgeschichte schrieb.

Mit offenen Karten - die Geschichte Algeriens.

Mit offenen Karten "Dessous Des Cartes" ist ein geopolitisches Magazin des TV-Senders ARTE. In drei teilen wird die Geschichte Algeriens in äußerst spannenden Analysen auf französisch vorgestellt. Anhand von Landkarten werden politische, wirtschaftliche, soziale und ökonomische Zusammenhänge erklärt.

Weisheit des Tages

Gehe eine Meile, um einen Kranken zu besuchen, zwei, um Frieden zu stiften, und drei, um einen Freund zu sehen. Arabische Weisheit

Die französische Kolonialherrschaft (1830 - 1962)

Nachdem Frankreich unter einem Vorwand 1830 zentrale Küstenstädte besetzt hatte, weitete es seine Besatzung immer weiter aus. Algerien wurde systematisch kolonisiert. Zuvor mußte in der Zeit von 1830 bis 1848 allerdings der Widerstand des algerischen Nationalhelden Abdelkader überwunden werden, der es zeitweilig schaffte, die Vision eines algerischen Nationalismus vorwegzunehmen und der französischen Armee bedeutende Niederlagen beibrachte, so dass er von Frankreich im Vertrag von Tafna (1837) sogar als Herrscher Algeriens (Emir) anerkannt wurde,

der nur formal französischer Oberhoheit unterstand. Abdelkader, begnügte sich jedoch damit nicht, sondern suchte die endgültige Entscheidung und nahm den Krieg wieder auf. Allerdings kam es nicht zur Zusammenarbeit zwischen Abdelkader und Ahmad Bey von Constantine der in Ostalgerien gegen Frankreich kämpfte. Nachdem die französischen Truppen Constantine erobert hatten, drangen sie in Westalgerien ein und zwangen Abdelkader zur Flucht nach Marokko. Erst 1847 gab Abdelkader den Widerstand auf. Er bleibt jedoch eine von allen Seiten respektierte Figur der algerischen Geschichte und steht für die Möglichkeit, dass es anders und vielleicht besser hätte kommen können.
Nun begann die Umwandlung Algeriens in eine französische Provinz. 1848 annektierte Frankreich den nördlichen Teil Algeriens und erklärte ihn zum integralen Bestandteil des französischen Mutterlandes. Drei "Départements Outre Mer" - (Algier, Oran, Constantine) wurden damals geschaffen, 1957 kam mit Annaba bzw. Bône ein viertes dazu). So wurden französische Siedler ins Land gelockt, wofür Ländereien der arabischen und berberischen Bevölkerung im großen Umfang enteignet wurden. Der gegen diese Enteignungen gerichtete Aufstand des al-Mokrani in Ostalgerien (1870 - 1871) wurde unter dem Einsatz von 80000 Soldaten von den Franzosen niedergeschlagen. Algerien verlor 25 % seiner Bevölkerung und weitere 70 % des Landbesitzes an die französischen Siedler. Bis 1906 war auch die algerische Sahara von den Franzosen unterworfen worden.
Mit dem code d'indigénat - auch "Knüppelcode" genannt -, einer besonderen Gerichtsbarkeit,  wurde quasi ein Apartheidssystem für die einheimische Bevölkerung geschaffen, das bis 1962 in Kraft blieb.
Trotz aller Härte und militärischer Überlegenheit war es der französischen Besatzung nicht gelungen, sich als legitim darzustellen. Hungersnöte und exzessive Gewalt untergruben ihre Legitimiationsgrundlage, die Partizipation der einheimischen Bevölkerung an einer gemeinsamen Identität wurde nicht ernsthaft betrieben. Einheimisches, an die islamische Scharia angelehntes Recht und europäische Rechstsstandards existierten unverbunden nebeneinander her und führten für die Algerier teilweise zu schizophrenen Situationen, z.B. bei weiblichen Bekleidungsregeln.
136.000 Algerier hatten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten gekämpft. Während der Siegesfeiern am 8.Mai 1945 wurden Rufe nach Unabhängigkeit Algeriens laut; in Setif schoss die Polizei daraufhin in die Menge. Danach eskalierte die Gewalt landesweit und man spricht von 25.000 getöteten Algeriern, die bei Massakern von französischer Armee und bewaffneten Siedlern umgebracht wurden. Allerdings gab es zuvor auch Übergriffe und Morde an Europäern. Quelle: wikipedia.org

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GESCHICHTE

Aufgrund der günstigen strategischen Lage am Mittelmeer, blickt Algerien auf eine bewegte Geschichte zurück. Sieben Invasionen musste es standhalten: den Phöniziern, Römern, Vandalen, Byzantinern, Arabern, Türken und Franzosen. Für das heutige Algerien ist neben der französischen Invasion besonders die arabische Eroberung von großer Bedeutung, insofern, als sie die Islamisierung von ganz Nordafrika und die Arabisierung des größten Teils der Berber nach sich zog. Die Geschichte Algeriens läßt sich grob chronologisch in sechs Epochen unterleiten: die Frühgeschichte, die Antike, die arabische Eroberung, die osmanische Herrschaft, die französische Kolonialherrschaft und die Zeitgeschichte (1954 bis heute).

Französische Kolonialherrschaft

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Moufdi Zakaria - Dichter der Revolution

    Moufdi Zakaria, Dichter der algerischen Revolution, wurde am 12. Juni 1908 in Beni Izguen in Ghardaia geboren, wo er seine ersten Unterrichte erhielt. Danach studierte er in tunesischen Schulen, besonders an der Zeitouna-Universität in Tunis, wo er sein Diplom gemacht hatte. Am Beginn der dreiβiger Jahre engagierte er sich in die politische und patriotische Aktion. Er war ein aktiver Mitglied innerhalb vieler anderen Parteien darunter der Front für Nationale Befreiung (FLN). Er hat zur Entwicklung der literarischen und politischen Aktivität in den Maghrebländern beigetragen.

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  • Lalla Fadhma n'Soumer (1830 - 1863) - Freiheitskämpferin

    Lalla Fadhma n'Soumer oder Lalla Fatma n'Soumer (1830 in Abi Youcef - Béni Slimane 1863 ), ihr richtiger Name Fadhma Nat Sid Hmed war eine wichtige Figur der algerischen Widerstandsbewegung in den ersten Jahren der französischen Kolonialeroberung Algeriens. Lalla, das weibliche Äquivalent von Sidi , ist ein Ehrentitel für Frauen von hohem Rang vorbehalten oder die als Heilige verehrt werden.

     

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  • Krim Belkassem (1922 - 1970)- Algerischer Politiker

    Krim Belkassem (* 1922 inKabylei Algerien; † 20. Oktober 1970 in Frankfurt am Main), war ein algerischer Offizier und Politiker und spielte eine bedeutende Rolle im Algerienkrieg, für den Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich. Er war ein historischer Anführer des algerischen Nationalismus in der Kabylei und später, ab 1958, Mitglied der GPRA (provisorische Regierung der Republik).

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  • Cheikh Mohamed El-Mokrani (1815-1871) - Freiheitskämpfer

    Mohamed El-Mokrani (1815-1871) war einer der wichtigsten Führer der Volksaufstand am Ende des 19. Jahrhunderts nach der Eroberung Frankreichs Algerien im Jahr 1830. Im März 1871 schloss er Allianz mit der religiösen Bruderschaft der Rahmaniya und revoltierte gegen Frankreich. Der Aufstand wurde durch die Erweiterung der Besiedlung von Kolonialbehörden ausgelöst.

     

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