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Felsmalereien des Tassili n’Ajjer - Weltnaturerbe.

Die Felsmalereien von Tassili n'Ajjer zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen prähistorischer Höhlenmalerei der Welt. Sie liegen in dem rund 80000 qkm grossen Nationalpark, der noch heute ein El Dorado für seltene Tier- und Pflanzenarten ist. Sie gehören seit 1982 zum UNESCO- Weltkulturerbe.

Minztee - eine lange maghrebinische Teekultur

Teetrinken war und ist eines der wichtigsten Rituale in den Ländern des Maghreb, insbesondere bei den Nomaden in der Wüste. Um ein Tee zuzubereiten braucht man drei Dinge sagen die Nomaden: die Zeit, die Glut und natürlich die Freunde... das dritte Glas ist süß, lieblich und "geheimnisvoll wie die Liebe"...

Suche auf See - Malika Mokeddem

Roman um den Franzosen Leo und seine aus Algerien stammende Geliebte Shamsa. Er, aus gutem Hause und wohlhabend, sie Waise, als Neugeborene ausgesetzt in der algerischen Wüste. Als Erwachsene verließ Shamsa ihr Land und floh vor dem blutigen Fundamentalismus der 1990-er Jahre ...

Fatma Fatma - Cheikha Rimitti.

Cheikha Rimitti mit bürgerlichem Namen Saâdia Bedief war eine große algerische Raï-Sängerin. Die leidenschaftliche Musikerin gilt als die Großmutter des Rai.

Algerische Nachfahren aus Neukaledonien.

Es ist sehr rührend die algerischen Nachfahren aus Neukaledonien weinend und sich sehnend über ihre Vorfahren redend zu sehen. Beim Aufstand von El Mokrani und Scheich Ahaddad gegen 1871 in Algerien haben die Franzosen Menschen nach Neukaledonien deportiert.

Weisheit des Tages

Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Aber wenn du weit gehen willst, geh mit anderen. Afrikanische Weisheit

Emir Abd El-Kader. auch Abd El-Kader. El djazairi (* 6. September 1808 in Guetna bei Mascara; † 26. Mai 1883 in Damaskus) war ein algerischer Freiheitskämpfer und Gelehrter.  Am 21.November 1832 wurde er zum Emir gewählt und damit Chef des algerischen Staats.

Er führte zwischen 1832 und 1847 mit Ausdauer und kriegerischer Gewandtheit den Kampf gegen die Franzosen und leistete jahrelang erfolgreich Widerstand. Der General Desmichel unterzeichnet am 04 Juli 1834 einen Vertrag mit Emir Abd El-Kader. Im Gegenzug für die Anerkennung der Souveränität Frankreichs durch Emir Abdel Kader erkennt Paris ihn als souveräner "Emir der Gläubigen" (Chef der muslimischen Gläubigen). Im Vertrag von Tafna zwischen General Bugeaud und Emir Abd El-Kader  hatten die Franzosen am 03.05.1837 Abd El-Kader als mit Provinzverwaltung von Oran, Algier und Titeri betrauten Emir von Algerien – unter der bloß nominellen Herrschaft von Frankreich- annerkannt.{jcomments on}

Im 1842 unterwerfen  Französische Truppen die den Muslimen heilige Stadt Tlemcen südwestlich von Oran und erstürmen im Februar die Festung Tafrua. Abd El-Kader musste 1842 nach Marokko fliehen und bei dem Soltan von Marokko Zuflucht suchen, 1847 unterwarf sich Abd El-Kader. als der Sultan von Marokko mit Frankreich Frieden schloss. Er wurde in Frankreich interniert. Am 16.10.1852 begab sich Louis Napoleon auf das Schloss in Amboise, der Ort der Gefangenschaft des Emirs. Er kam, um ihm seine Freiheit im Exil in Damas (Syrien) anzukündigen. Dort rettete er mehrere tausend Christen vor einem Massaker durch die Drusen. Abd El-Kader. starb am 26. Mai 1883. 1966 wurden seine sterblichen Überreste nach dem Friedhof El Alia (Algier) transferiert.

 

Hier sind einige Bilder, den man sonst nicht oft zu sehen bekommt. Archivbilder von Algerien im vierten Jahr seiner Unabhängigkeit, die den Transfer der Überreste von Emir Abd El-Kader von Damaskus nach Algier zeigen. Der Emir Abd El-Kader war das Symbol des algerischen Widerstands gegen den französischen Besatzer und Gründer des algerischen Staates. Hunderte Menschen begleiteten ihn auf seinen letzten Weg, als der Sarg vom Flughafen zum Friedhof El Alia gefahren wurde. Es waren schwierige und emotionale Moment solche Bilder im Fernsehen zu sehen. Die Kinder Algeriens sind auf den Emir Abld El-Kader und auf all jene stotz, die ihre Zugehörigkeit zu ihrer Nation verteidigt haben und aktiv wurden, um sie dem westlichen Despotismus zu entziehen. Emir Abd El-Kader bleibt jedoch eine von allen Seiten respektierte Figur der algerischen Geschichte.

Auf dem Weg des Sufismus

Egal, ob du „Welt“ oder „Gott“ sagst, Egal, ob du „ich“, „du“, oder „er“ sagst, Fürchte keine schlag fertige Antwort. Die Namen sind zahlreich, aber Ich bin einzig; Also betet mich auf eine absolute, überragende und unvergleichliche Weise an.

Da er durch seinen Vater und seine verschiedenen Meister an eine Tradition des Sufismus gebunden war, zeigte Abd el-Kader - „Diener des Mächtigen“ - von frühester Jugend an spirituelle Begabungen, die durch eine Erziehung in einem lernbegierigen und frommen Umfeld gefestigt wurden. Abd el-Kader, der von seinem Gegner Bugeaud als „eine Art Prophet“ oder auch als „Hoffnung für alle eifrigen Muslime“ bezeichnet wurde, widmete sich während seines jahrelangen Exils in Syrien der Lektüre und der Meditation. Seine Lehre – gesammelt in dem Buch „Kitâb el-Mawâqif“ (Le Livre des haltes - das Buch der Stationen) – legt Zeugnis ab von dem Leben eines Gnostikers, der dem sufischen Weg nach Muhammads Vorbild treu war.

 Eine universelle Botschaft

Er hoffte, dass der Orient und der Okzident ein Schicksal haben würden, das sie treiben würde, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Darin bleibt seine Botschaft brennend aktuell, eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert. Cheikh Khaled Bentounès

Dieser edle Mann, der von allen als ein Beispiel für Aufgeschlossenheit dem Anderen gegenüber angesehen wurde, gilt heute als ein echter Ritter der modernen Zeiten, denn er hat nicht nur einen patriotischen Widerstand geführt, sondern auch einen humanistischen Kampf zugunsten der Grundwerte, die den Reichtum und die Erhabenheit des Menschen ausmachen.

Als lebender Zeuge dieser spirituellen Wirklichkeit, dieden Menschen verwandeln kann, und durch ihn die Gesellschaft, war Abd el-Kader mit einer universellen Ethik tief verbunden. Es ist ihm gelungen, die Tradition mit der Modernität zu verbinden und uns eine Botschaft der Brüderlichkeit und der Toleranz zu übermitteln. Der Emir Abd el-Kader ist ein Vorbild für den Mittelmeerraum und darüberhinaus für all diejenigen, die fest an einen fruchtbaren Dialog der Kulturen sowie an den spirituellen und moralischen Fortschritt der Menschheit glauben.

 Ein großmütiger Ritter

"Ruft einen nach dem anderen die Gefangenen von Abd el-Kader, ihre Antwort wird einstimmig voll Begeisterung und Bewunderung sein." E. de Civry, Napoléon et Abd el-Kader.
Der Emir Abd el-Kader* war das Symbol des algerischen Widerstands gegen den französischen Besatzer. Je nach den Umständen wusste er, ob er kämpfen oder verhandeln sollte. Bei den Verhandlungen der Abkommen von 1834 und 1836 zeigte er als Stratege beachtenswerte Qualitäten, die ihm ermöglichten, dass seine Souveränität fast überall in Algerien anerkannt und garantiert wurde. Das ritterliche Benehmen, die Seelengröße und die Menschlichkeit, die er während des jahrelangen Widerstands zeigte, insbesondere durch die Einführung einer humanitären Behandlung der Gefangenen, beeindruckten alle, die ihn bekämpften.

 Ein Bindeglied zwischen Orient und Okzident

Nach einem 17 Jahre langen heldenhaften Widerstand gegen die französische koloniale Eroberung legte er 1847 die Waffen nieder und ging ins Exil. In Frankreich, wo er gefangen gehalten wurde, eroberte er mit seinem ritterlichen Benehmen, seinem noblen Geist und seinem Wissensdurst die Herzen der Menschen. Zahlreiche Persönlichkeiten pflegten nun einen regen Gedanken austausch mit diesem außerordentlich offenen Mann, der als privilegierter Zeuge der Veränderungen und Neuerungen des 19. Jahrhunderts galt.
Nach seiner Freilassung 1852 durch Napoléon III. verließ Abd el-Kader Frankreich und ging zuerst in die Türkei, dann nach Syrien. Dort schützte er die durch die Aufstände der Drusen bedrohten Christen, was ihm Bewunderung und Anerkennung Europas einbrachte, und widmete sich bei seinem Aufenthalt in Damaskus im Wesentlichen der Meditation und der spirituellen Lehre.

 

 

 

Gründer eines modernen Staates

"Der Auftrag, den das arabische Volk mir erteilt hat, hat zum Ziel eine reguläre Regierung zu errichten, die die Guten beruhigt und die Bösen erzittern lässt." Emir Abd el-Kader.

Während er die militärischen Operationen gegen den französischen Besatzer leitete und die aufrührerischen Stämme unterwarf, errichtete der Emir eine reguläre Regierung, benannte die Khalifas (die Statthalter) als Provinzverwalter, erhob Steuern, führte eine Staatsjustiz ein, organisierte die Smala (Gefolgschaft) und gründete 1836 die Hauptstadt von Tagdempt, wo er eine Münze mit seinem Namen prägte. Er gab dem Schulwesen eine besondere Stellung, indem er die Verbreitung der Schulen und die Lehrerausbildung förderte.

Intellektueller und Mann der Fortschritts

"Als Marabut und Kämpfer vereint der Emir den Reiz vorzüglicher Umgangsformen mit den Eigenschaften eines Dichters und eines Gelehrten."Poujalat Etudes africaines

Er war Philosoph und Dichter und galt bei seinen Zeitgenossen als einer der gebildetsten Geister. Er hinterließ Schriften, zum großen Teil unveröffentlicht, die ein Denken offenbaren, das mit der Kenntnis der klassischen Texte genährt wurde. Als liberaler Geist und Vordenker war Abd el-Kader erfüllt von einem begeisterten Glaube an die Zukunft und den Fortschritt der Menschheit. Er war ein überzeugter Verfechter des Baus des Sueskanals, der als Symbol des Bindeglieds zwischen Orient und Okzident war. Quelle: wikipedia.org

Historische Persönlichkeiten

An dieser Stelle wollen wir Ihnen historische Persönlichkeiten vorstellen, die entweder einen besonderen Bezug zum Algerien haben oder die durch ihr bisheriges Leben oder ihre Tätigkeit die Geschichte Algeriens ausgeprägt haben. Geschichte wird von Menschen gelebt und geschrieben. Entdecken Sie mit uns die Persönlichkeiten, die die Geschichte nicht nur gelebt, sondern gemacht haben.

Kategorie: Musik, Märchen & Kunst

  • Die seit mehr als 50 Jahren in Algerien lebende Bettina Heinen-Ayech ist eine gegenständliche "Pleinair" Malerin. In Ihren Werken würdigt Bettina Heinen-Ayech Algerien, dessen Schönheit und dessen Farben. Seit 1963 lebt und arbeitet sie in Algerien und bemüht sich intensiv, künstlerische und menschliche Brücken zwischen Europa und dem Maghreb zu bauen.

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  • Zohra Hachid Sellal, geboren am 8. Dezember 1946, gehört zu den renommiertesten Künstlerinnen Algeriens, einem Land, das durch eine vielfältige und reiche Kunstszene mit langer Tradition bekannt ist.

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  • Schlacht um Algier (französisch la bataille d'Alger) ist ein Film des italienischen Regisseurs und Journalisten Gillo Pontecorvo. Der 1966 gedrehte Schwarzweißfilm thematisiert eine Episode des algerischen Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich der Jahre 1954 bis 1962. 

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  • Akli Yahiatene, geborenv in 1933 in Aït-Mendes (Boghni) Algerien, ist ein algerischer Sänger. 1950 emigrierte er nach Frankreich, wo er bei Citroen als Facharbeiter arbeitete. Er unterstütze die FLN  und sammelte Geld für den Unabhängigkeitskampf, weswegen er inhaftiert wurde. 

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