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Traditionshandwerk in strahlenden Farben - Teppichkunst aus Algerien.

Traditionshandwerk in strahlenden Farben und jede Menge Kunstwerke zur Auswahl: Die edelsten Teppiche Algeriens werden bis heute von Berbervölkern per Hand geknüpft, bis zu drei Monate dauert es, einen davon fertigzustellen.

Die Tajine - der traditionelle Schmortopf aus dem Maghreb

Kochen in der Tajine ist die seit Jahrtausenden bewährte, besonders aromaschonende Garmethode der Berber aus dem Maghreb. Die Tajine ist ein traditioneller Schmortopf, der auch hierzulande seine Verwendung immer beliebter wird. Der Schmortopf bringt viele Vorteile und zaubert einen unvergleichbaren, authentischen Geschmack auf den Teller.

Vergeltung unter Tage - Mouloud Feraoun

Der Kabyle Amer verlässt seine Heimat, um in Frankreich zu arbeiten. Zu Beginn denkt er noch oft an seine Heimat und seine Familie, die er mit regelmäßigen Überweisungen unterstützt. Doch schon bald verdrängt der Moloch Paris die Bilder der Vergangenheit, selbst die Geldzuwendungen stellt Amer schließlich ein.

Bedoui Gesänge - Cheikh Djilali Ain Tedles.

Cheikh Djilali Ain Tedles (*1928 - †1996) mit bürgerlichem Namen Djilali Belkaouis war ein algerischer Sänger, Songschreiber und Komponist der Bedoui-Musik und gilt als einer der berühmsten Sänger der Bedoui der sechziger bis neunziger Jahre.

Algérie, la mer retrouvée - Algerien entdeckt seine Küste wieder.

Thalassa, eine sehr beliebte Sendung des Französisch-Kanals FR3, bietet eine neuartige Erkundung der 1600 Kilometer langen Küsten und nimmt uns auf eine ungewöhnliche Reise mit. Von West nach Ost bieten die algerischen Landschaften eine faszinierende Vielfalt. 

Weisheit des Tages

Alle Menschen sind klug, die einen vorher, die anderen nachher; nur wenn es darauf ankommt, ist jeder dumm. Arabische Weisheit

Nach 8 Jahren blutigen Befreiungskampfes erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Der Unabhängigkeitskrieg hatte bis zu 1.5 Million Algerier und rund 25.000 Franzosen das Leben gekostet. 

Über eine Million Algerien-Franzosen, die sog. Pieds Noirs, verließen daraufhin ihre Heimat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts. Nach 132 Jahren französischer Herrschaft hat sich das nordafrikanische Land die Unabhängigkeit erkämpft. Die Entkolonialisierung im frankophonen Afrika ist zwar einen gewaltigen Schritt vorangekommen, doch forderte sie auch zahlreiche Opfer. Eines Kampfes, der in Frankreich bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts nicht “Algerien-Krieg” genannt werden durfte. In französischen Schulbüchern war noch über Jahrzehnte verharmlosend von “den Ereignissen in Algerien” die Rede. Die “Ereignisse”, das waren brutale Säuberungsaktionen in Dörfern, wo Befreiungskämpfer vermutet wurden, das waren Folter und Massaker. Der französische Historiker Benjamin Stora nennt es „einen der blutigsten Befreiungskriege in der Zeit der Entkolonialisierung“. Dieser kostete hunderttausende Algerier das Leben und rund eine Million in Algerien lebende Franzosen mussten das Land verlassen.

Wegen des Krieges, der nicht Krieg genannt werden durfte, wurde in Frankreich wieder die Wehrpflicht eingeführt. Zu Beginn standen 450.000 französische Soldaten rund 25.000 bewaffneten Unabhängigkeitskämpfern gegenüber. Präsident Charles de Gaulle meinte noch 1958, das Problem mit militärischer Übermacht lösen zu können. Drei Jahre später musste de Gaulle seine Position korrigieren. Obwohl anders denkende Offiziere vom Geheimbund OAS gegen den Präsidenten putschten und 1960 in der Hauptstadt Algier selbst mit Barrikaden gekämpft wurde. Die algerische Befreiungsorganisation FLN erhöhte mit Bombenanschläge in den Europäervierteln der grossen Städte den Druck. 

Zu den Verlierern dieser algerischen Unabhängigkeit gehörten die sogenannten “pieds noirs”. Knapp eine Million französische Siedler, die seit Generationen in Algerien lebten. Ihnen musste Frankreich quasi über Nacht eine neue Heimat bieten. „Es waren überwiegend ´kleine Leute´“, sagt der Historiker. „Kleine Beamte, Handwerker, Händler, Weinbauern, die da in den Strudel der Geschichte gerieten.“

Zur Geschichte dieses Befreiungskrieges gehören auch Anschläge in Frankreich und brutale Gewalt gegen die dort lebenden Algerier. Der Historiker spricht von „Amnestie und Amnesie“ – also Vergeben und Vergessen, das aber nicht funktionieren kann. Er sieht die Erinnerung 50 Jahre später stärker aufleben als zuvor. Amnestie bedeutet, dass kein Franzose, der in Algerien gefoltert hat, später dafür belangt werden konnte. Absolute Verlierer von Krieg und Unabhängigkeit sind die Harkis, jene Algerier, die an der Seite der französischen Kolonialherren gekämpft hatten. Nur ein Teil von ihnen schaffte es rechtzeitig auf eine Fähre nach Frankreich. Tausende bekamen die Rache der Sieger zu spüren, wurden samt Familie getötet. Noch heute leben in Frankreich zwei algerische Gemeinschaften strikt getrennt. Noch heute hört man von den Enkeln der Befreiungskämpfer der FLN, sie würden nie dem Enkel eines Harki die Hand geben.

Staatspräsident Charles de Gaulle hat am 03. Juli 1962 die Unabhängigkeit Algeriens proklamiert. Grundlage der Entlassung Algeriens ist der Vertrag von Evian, der im März ausgehandelt worden ist. Er sieht einen Waffenstillstand im Algerienkrieg vor. Die Kämpfe sind seit 1954 zwischen Franzosen und der Unabhängigkeitsbewegung FLN mit großer Härte geführt worden. De Gaulle garantiert Algerien finanzielle Unterstützung und sichert Frankreich im Gegenzug weiterhin Zugang zu den Erdölvorkommen und zu den Häfen Algeriens. Die Algerier bestätigen das Abkommen und die Unabhängigkeit von Frankreich in einer Volksabstimmung mit 99,97 Prozent Zustimmung. Als de Gaulle die Unabhängigkeit proklamierte, siedelte die Provisorische Algerische Regierung (GPRA) aus dem tunesischen Exil nach Algier über. Ihr Ziel war es, unter der politischen Führung von Yousuf Ben Khedda ein demokratisches Algerien zu bilden. Ahmed Ben Bella, der stellvertretende Ministerpräsident der GPRA, hatte allerdings andere Pläne: Er wollte einen volksdemokratischen Staat marxistischer Prägung. Sein Programm sah u.a. die Enteignung der französischen Siedler vor und barg damit neue Konflikte in sich.{jcomments on}

Ben Bella zog die Befreiungsbewegung Front de libération nationale (FLN) auf seine Seite und schaffte es mit deren Unterstützung, Teile Algeriens zu besetzen. Es kam zum Bruch zwischen den Gruppierungen, die gemeinsam für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes gekämpft hatten. Ben Bella etablierte im Folgenden die Herrschaft der FLN und verfolgte einen islamisch geprägten Sozialismus, behielt die Zusammenarbeit mit Frankreich aber bei. Ahmed Ben Bella gehörte 1954 zu den Organisatoren des algerischen Aufstands und zu den Gründern der Nationalen Befreiungsfront FLN. 1956 von den Franzosen entführt, blieb er bis zum Waffenstillstand von 1962 in Haft. Nach der Unabhängigkeit Algeriens (5. Juli 1962) wurde er Staats- und Parteichef. Quelle - wissen.de, rotefahne.eu 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Ahmed Ben Hadj Messali (16 Mai 1898 in Tlemcen , Algerien  - 3. Juni 1974 in Paris , Frankreich) war ein Pionier des algerischen Nationalismus. Er gründete 1926 mit 28 Jahren in Paris die erste algerische Unabhängigkeitsbewegung, genannt der "Etoile Nord-Africaine", der sich 1937 in "Parti du Peuple Algérien" umbenannte und 1939 verboten wurde. 

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  • Si Kaddour Benghabrit (* 1868 Sidi Belabbes/Algerien,  † 1954 Paris) war ein algerischer religiöse Führer, Gründer und Rektor der Großen Moschee von Paris zwischen 1926 -1954 sowie ein großer Humanist, der viele hundert Juden vor den Nazis rettete.

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  • Emir Abd El-Kader. auch Abd El-Kader. El djazairi (* 6. September 1808 in Guetna bei Mascara; † 26. Mai 1883 in Damaskus) war ein algerischer Freiheitskämpfer und Gelehrter.  Am 21.November 1832 wurde er zum Emir gewählt und damit Chef des algerischen Staats.

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  • Larbi Ben Mohamed Ben Brahim, (1840 Figuig Marokko – 1908 Oujda Marokko) gennant Bouamama, weil er einen Turban (Amama) auf dem Kopf trug, war ein algerischer Freiheitskämpfer und Mystiker, Abkömmling der Stämme der Ouled Sidi Cheikh. Im Jahre 1881 wurde "Der Code de l'indigénat" eingeführt, ein rassistisches Gesetz, der aus Muslimen Bürger zweiter Klasse machte.

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