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Fantasia - eine jahrhundertelange reiterliche Tradition.

Die Fantasia ist eine jahrhundertelange reiterliche Tradition und Teil der aktuellen Identität der Länder des Maghreb. Sie steht in Verbindung mit der glorreichen kriegerischen Vergangenheit. Es gibt Fantasias, seit die Stämme Nordafrikas Kriegszüge auf Pferden durchführten.

Minztee - eine lange maghrebinische Teekultur

Teetrinken war und ist eines der wichtigsten Rituale in den Ländern des Maghreb, insbesondere bei den Nomaden in der Wüste. Um ein Tee zuzubereiten braucht man drei Dinge sagen die Nomaden: die Zeit, die Glut und natürlich die Freunde... das dritte Glas ist süß, lieblich und "geheimnisvoll wie die Liebe"...

Die Überfahrt - Mouloud Mammeri

Mourad hat um die Freiheit gekämpft. Er hat den Untergrund und die Haft kennengelernt. All dies nur, um nach 20 Jahren feststellen zu müssen, daß man nie an sein Ziel gelangt. Dies ist die Bilanz, die bittere, die Mourad schließlich ziehen muß.Selbst sein Beruf als Journalist - zunächst noch Berufung -...

Aicha - Khaled.

Aïcha ist der Titel eines französischsprachigen Liedes von Khaled, das von Jean-Jacques Goldman geschrieben wurde. „Aïcha“ ist ein arabischer Frauenname und bedeutet die Lebendige. Das Lied handelt von einer Frau namens Aïcha, die von einem Mann umworben wird.

TV-Dokumentation - Algerien, Rückkehr zu den Quellen.

Von Algier nach Adrar über Biskra und Ghardaia nimmt Christine Oberdorff uns mit auf der Suche nach Wasserquellen in Algerien. Über mehr als 2000 Kilometer begibt sie sich auf eine lange Reise durch die Wüste.

Weisheit des Tages

Gib dem Hungernden einen Fisch, und er wird einen Tag satt. Lehre ihn fischen, und er wird nie mehr hungern. Chinesische Weisheit

Nach 8 Jahren blutigen Befreiungskampfes erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Der Unabhängigkeitskrieg hatte bis zu 1.5 Million Algerier und rund 25.000 Franzosen das Leben gekostet. 

Über eine Million Algerien-Franzosen, die sog. Pieds Noirs, verließen daraufhin ihre Heimat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts. Nach 132 Jahren französischer Herrschaft hat sich das nordafrikanische Land die Unabhängigkeit erkämpft. Die Entkolonialisierung im frankophonen Afrika ist zwar einen gewaltigen Schritt vorangekommen, doch forderte sie auch zahlreiche Opfer. Eines Kampfes, der in Frankreich bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts nicht “Algerien-Krieg” genannt werden durfte. In französischen Schulbüchern war noch über Jahrzehnte verharmlosend von “den Ereignissen in Algerien” die Rede. Die “Ereignisse”, das waren brutale Säuberungsaktionen in Dörfern, wo Befreiungskämpfer vermutet wurden, das waren Folter und Massaker. Der französische Historiker Benjamin Stora nennt es „einen der blutigsten Befreiungskriege in der Zeit der Entkolonialisierung“. Dieser kostete hunderttausende Algerier das Leben und rund eine Million in Algerien lebende Franzosen mussten das Land verlassen.

Wegen des Krieges, der nicht Krieg genannt werden durfte, wurde in Frankreich wieder die Wehrpflicht eingeführt. Zu Beginn standen 450.000 französische Soldaten rund 25.000 bewaffneten Unabhängigkeitskämpfern gegenüber. Präsident Charles de Gaulle meinte noch 1958, das Problem mit militärischer Übermacht lösen zu können. Drei Jahre später musste de Gaulle seine Position korrigieren. Obwohl anders denkende Offiziere vom Geheimbund OAS gegen den Präsidenten putschten und 1960 in der Hauptstadt Algier selbst mit Barrikaden gekämpft wurde. Die algerische Befreiungsorganisation FLN erhöhte mit Bombenanschläge in den Europäervierteln der grossen Städte den Druck. 

Zu den Verlierern dieser algerischen Unabhängigkeit gehörten die sogenannten “pieds noirs”. Knapp eine Million französische Siedler, die seit Generationen in Algerien lebten. Ihnen musste Frankreich quasi über Nacht eine neue Heimat bieten. „Es waren überwiegend ´kleine Leute´“, sagt der Historiker. „Kleine Beamte, Handwerker, Händler, Weinbauern, die da in den Strudel der Geschichte gerieten.“

Zur Geschichte dieses Befreiungskrieges gehören auch Anschläge in Frankreich und brutale Gewalt gegen die dort lebenden Algerier. Der Historiker spricht von „Amnestie und Amnesie“ – also Vergeben und Vergessen, das aber nicht funktionieren kann. Er sieht die Erinnerung 50 Jahre später stärker aufleben als zuvor. Amnestie bedeutet, dass kein Franzose, der in Algerien gefoltert hat, später dafür belangt werden konnte. Absolute Verlierer von Krieg und Unabhängigkeit sind die Harkis, jene Algerier, die an der Seite der französischen Kolonialherren gekämpft hatten. Nur ein Teil von ihnen schaffte es rechtzeitig auf eine Fähre nach Frankreich. Tausende bekamen die Rache der Sieger zu spüren, wurden samt Familie getötet. Noch heute leben in Frankreich zwei algerische Gemeinschaften strikt getrennt. Noch heute hört man von den Enkeln der Befreiungskämpfer der FLN, sie würden nie dem Enkel eines Harki die Hand geben.

Staatspräsident Charles de Gaulle hat am 03. Juli 1962 die Unabhängigkeit Algeriens proklamiert. Grundlage der Entlassung Algeriens ist der Vertrag von Evian, der im März ausgehandelt worden ist. Er sieht einen Waffenstillstand im Algerienkrieg vor. Die Kämpfe sind seit 1954 zwischen Franzosen und der Unabhängigkeitsbewegung FLN mit großer Härte geführt worden. De Gaulle garantiert Algerien finanzielle Unterstützung und sichert Frankreich im Gegenzug weiterhin Zugang zu den Erdölvorkommen und zu den Häfen Algeriens. Die Algerier bestätigen das Abkommen und die Unabhängigkeit von Frankreich in einer Volksabstimmung mit 99,97 Prozent Zustimmung. Als de Gaulle die Unabhängigkeit proklamierte, siedelte die Provisorische Algerische Regierung (GPRA) aus dem tunesischen Exil nach Algier über. Ihr Ziel war es, unter der politischen Führung von Yousuf Ben Khedda ein demokratisches Algerien zu bilden. Ahmed Ben Bella, der stellvertretende Ministerpräsident der GPRA, hatte allerdings andere Pläne: Er wollte einen volksdemokratischen Staat marxistischer Prägung. Sein Programm sah u.a. die Enteignung der französischen Siedler vor und barg damit neue Konflikte in sich.{jcomments on}

Ben Bella zog die Befreiungsbewegung Front de libération nationale (FLN) auf seine Seite und schaffte es mit deren Unterstützung, Teile Algeriens zu besetzen. Es kam zum Bruch zwischen den Gruppierungen, die gemeinsam für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes gekämpft hatten. Ben Bella etablierte im Folgenden die Herrschaft der FLN und verfolgte einen islamisch geprägten Sozialismus, behielt die Zusammenarbeit mit Frankreich aber bei. Ahmed Ben Bella gehörte 1954 zu den Organisatoren des algerischen Aufstands und zu den Gründern der Nationalen Befreiungsfront FLN. 1956 von den Franzosen entführt, blieb er bis zum Waffenstillstand von 1962 in Haft. Nach der Unabhängigkeit Algeriens (5. Juli 1962) wurde er Staats- und Parteichef. Quelle - wissen.de, rotefahne.eu 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Moufdi Zakaria - Dichter der Revolution

    Moufdi Zakaria, Dichter der algerischen Revolution, wurde am 12. Juni 1908 in Beni Izguen in Ghardaia geboren, wo er seine ersten Unterrichte erhielt. Danach studierte er in tunesischen Schulen, besonders an der Zeitouna-Universität in Tunis, wo er sein Diplom gemacht hatte. Am Beginn der dreiβiger Jahre engagierte er sich in die politische und patriotische Aktion. Er war ein aktiver Mitglied innerhalb vieler anderen Parteien darunter der Front für Nationale Befreiung (FLN). Er hat zur Entwicklung der literarischen und politischen Aktivität in den Maghrebländern beigetragen.

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  • Mostepha Ben Boulaid (1917 - 1956) - Märtyrer

    Mostepha Ben Boulaid (5 Februar 1917-22 März 1956) war ein algerischer Nationalist, Mitglied und Gründer des revolutionären Ausschusses vom 01. November 1954. Im Jahr 1955 reiste er nach Libyen, um die Militanten mit Waffen zu versorgen.  Er wurde am 11. Februar 1955 in Tunesien festgenommen, im Zentralgefängnis von Constantine gehalten und zum Tod verurteilt.

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  • Emir Abd El-Kader. auch Abd El-Kader. El djazairi (* 6. September 1808 in Guetna bei Mascara; † 26. Mai 1883 in Damaskus) war ein algerischer Freiheitskämpfer und Gelehrter.  Am 21.November 1832 wurde er zum Emir gewählt und damit Chef des algerischen Staats.

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  • Abdelaziz Bouteflika - Präsident Algeriens (1999 - bis heute)

    Abdelaziz Bouteflika( * 2. März 1937 in Oujda, Marokko) ist seit 1999 algerischer Präsident. Er schloss sich 1956 der algerischen Befreiungsbewegung FLN an. 1962-1963 war er Minister für Jugend, Sport und Tourismus. Schon mit 28 Jahren stellte Ahmed Ben Bella ihn als Außenminister in seiner Regierung auf und blieb bis 1979 in seinem Amt. Als der ehrgeizige Politiker aus dem Exil heimgekehrte und zum Präsidenten 1999 gewählt wurde,

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