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Die polyphone Musik Ahellil der Region Gourara - Weltkulturerbe.

Die Ahellil ist eine Kombination aus Poesie, harmonischen Gesang, Musik und Tanz aus der Region Gourara im Südwesten Algeriens. Die polyphone Musik Ahellil ist ein poetisch-musikalisches und sinnbildliches Genre des Volks Zeneta (Iznaten).

Zlabia - ein Süßgebäck in Zuckersirup aus dem Maghreb

Zlabia ist eine äußerst begehrte und hierzulande relativ unbekannte Süßspeise aus dem Maghreb. Zlabia wird aus einem speziellen Brandteig zubereitet und dann in heißem Öl schneckenförmig und schwimmend frittiert bis sie goldbraun ist.

Stern von Algier - Aziz Chouaki

Den Spagat zwischen Tradition und Moderne thematisiert Aziz Chouaki in seinem Roman Etoile d’Alger (deutsch: Stern von Algier). Moussa, ein Musiker aus dem Volk, will traditionelle Berbermusik mit westlicher verweben, er will „der Michael Jackson von Algier“ werden.Und wenn dieser Hund..

Lahmamm Alli Rabitou - El Hadj M'hmmed El Anka.

El Hadj M'hmmed El Anka gilt als Erfinder und einer der größten Meister der sogenannten Chaâbi-Musik. Zu seinem berühmtesten Lieder gehören " Lehmam lli rebbit-u", "Lhemdu li Llah ma bqac listiimar fi Blad-na" und "Subhan Llah ya ltif".

Mit offenen Karten - die Geschichte Algeriens.

Mit offenen Karten "Dessous Des Cartes" ist ein geopolitisches Magazin des TV-Senders ARTE. In drei teilen wird die Geschichte Algeriens in äußerst spannenden Analysen auf französisch vorgestellt. Anhand von Landkarten werden politische, wirtschaftliche, soziale und ökonomische Zusammenhänge erklärt.

 

 

Weisheit des Tages

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Albert Einstein

Als in Deutschland am 8. Mai 1945 mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde der Zweite Weltkrieg für beendet erklärt wurde und die Welt den Sieg der Alliierten über den Hitlerfaschismus feierte, geschah in Algerien, fast unbemerkt von der Welt, ein Verbrechen, 

das sich als „Massaker von Sétif“ in die Geschichte Algeriens eingebrannt hat. Algerien gedenkt jedes Jahr am 8. Mai seiner Märtyrer, die bei den blutigen Massakern der französischen Kolonialkräfte an dem algerischen Volk vor allem in Setif, Guelma und Kherata, am 8. Mai 1945, auf dem Feld der Ehre gefallen sind. Das Massaker von Setif war die ab 8. Mai 1945 stattfindende blutige Niederschlagung des Widerstandes in Algerien gegen die französische Besatzung in den Orten Sétif, Guelma und Kherrata. Am 1. Mai 1945 hatte die 1939 aufgelöste Partei des algerischen Volkes (PPA) in Setif für die Freilassung ihres Führers Messali Hadj demonstriert. Die französisch dominierte Polizei hatte in die Menge geschossen und es gab einige Tote. {jcomments on} 

 Am 8. Mai 1945, aus Anlass der offiziellen Feiern des Kriegsendes in Europa, demonstrierte die PPA erneut. Eine Menge von weit über 10.000 Algeriern marschierte auf das von Europäern besetzte und besiedelte Viertel zu. Die Demonstranten, angeführt von Frauen, um den friedlichen Charakter der Demonstration heruaszustreichen, forderten „Gleichheit, Unabhängigkeit und Algerien den Arabern“. Französische Gendarmen versuchten, den Demonstranten ihre Fahnen zu entreißen – bei dieser Gelegenheit wurde erstmals die grün-weiße algerische Fahne mit rotem Stern und Halbmond geschwungen. Die Gendarmen erlagen die Übermacht und wandten Gewalt an, wobei es zu Verletzten und Toten kam. Der Aufruhr verbreitete sich rasch. Widerstandskämpfer versuchten europäische Siedler zu vertreiben, wobei diese erstmals einige Verluste zu vermelden hatten.

Die französischen Besatzer reagierten mit weiterer Unterdrückung der Zivilbevölkerung. Mit Unterstützung der französischen Behörden organisierten sich die Kolonialfranzosen in Milizen, die sich daran machten, Rache zu üben. Laut einem zeitgenössischen Polizeibericht rühmte sich ein Franzose, 83 Algerier ("Merles" = Amseln) erschossen zu haben. Armee und Marine bombardierten und beschossen zudem Dörfer mit Granaten. Aus den Dörfern fliehende Zivilisten wurden ebenfalls beschossen. Viele wurden in Massengräbern verscharrt. Die Milizionäre errichteten Scheiterhaufen, um die Leichname zu "entsorgen". Militärgerichte traten in Aktion und fällten 151 Todesurteile, wovon 28 sofort vollstreckt wurden. Zivilisten wurden bei lebendigem Leib mit Benzin übergossen, angezündet und verbrannten bei lebendigem Leibe. Die von Franzosen höhnisch als "Befriedungsoperation" bezeichneten Massaker endeten offiziell am 22. Mai 1945. Algerien gab hinterher rückblickend eine Zahl von 45.000 ermordeten Algeriern an. Die französischen Besatzer bezeichneten das als Übertreibung. Quelle: wikipedia.org

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Mostepha Ben Boulaid (1917 - 1956) - Märtyrer

    Mostepha Ben Boulaid (5 Februar 1917-22 März 1956) war ein algerischer Nationalist, Mitglied und Gründer des revolutionären Ausschusses vom 01. November 1954. Im Jahr 1955 reiste er nach Libyen, um die Militanten mit Waffen zu versorgen.  Er wurde am 11. Februar 1955 in Tunesien festgenommen, im Zentralgefängnis von Constantine gehalten und zum Tod verurteilt.

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  • Abdelaziz Bouteflika - Präsident Algeriens (1999 - bis heute)

    Abdelaziz Bouteflika( * 2. März 1937 in Oujda, Marokko) ist seit 1999 algerischer Präsident. Er schloss sich 1956 der algerischen Befreiungsbewegung FLN an. 1962-1963 war er Minister für Jugend, Sport und Tourismus. Schon mit 28 Jahren stellte Ahmed Ben Bella ihn als Außenminister in seiner Regierung auf und blieb bis 1979 in seinem Amt. Als der ehrgeizige Politiker aus dem Exil heimgekehrte und zum Präsidenten 1999 gewählt wurde,

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  • Houari Boumedienne - Präsident Algeriens (1965 - 1978)

    Houari Boumedienne(* 23. Augus 1927 in Guelma; † 27. Dezember 1978 in Algier) mit bürgerlichem Namen Mohammed Boukharrouba; war ein algerischer Politiker und Staatschef von 1965 bis 1978. 1955 schloss er sich nach einem Theologie-Studium in Constantine und Kairo der FLN an. In dieser gewann er während des Algerienkriegs als Kommandeur schnell an Einfluss.

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  • Ahmed Zabana (1926 - 1956) - Märtyrer

    Ahmed Zabana (1926 in El-Hamri  Oran – 19. Juni 1956 in Algier) war ein algerischer Freiheitskämpfer und beteiligte sich an dem Ausbruch des algerischen Unabhängigkeitskriegs. In der Nacht zum 1. November 1954, organisierte er mit einer Gruppe von Aufständischen den Angriff gegen die Forststation in Oran. Dabei wurde der Förster François Braun getötet.

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