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Römische Ruinen von Timgad - Weltkulturerbe.

Bei Timgad handelt es sich um die auf Befehl Kaiser Trajans gegründete römische Colonia Marciana Trajana Thamugadi, die auf Schachbrettgrundriss mit einer ursprünglichen Ausdehnung von 367x325 Metern entstand. Timgad ist ein hervorragendes Beispiel der römischen Städteplanung.

Die Burek - eine echte Geschmacksbombe

Unter dem Namen Burek (auch Brick) versteht man im Maghreb die gefüllten Teigtaschen, die aus Dioul (Brickteig) hergestellt werden. Knusprig von aussen, drin weich, Burek ist eine echte Geschmacksbombe und ein elegantes Geschenk volle Überraschungen.

Suche auf See - Malika Mokeddem

Roman um den Franzosen Leo und seine aus Algerien stammende Geliebte Shamsa. Er, aus gutem Hause und wohlhabend, sie Waise, als Neugeborene ausgesetzt in der algerischen Wüste. Als Erwachsene verließ Shamsa ihr Land und floh vor dem blutigen Fundamentalismus der 1990-er Jahre ...

Bedoui Gesänge - Cheikh Djilali Ain Tedles.

Cheikh Djilali Ain Tedles (*1928 - †1996) mit bürgerlichem Namen Djilali Belkaouis war ein algerischer Sänger, Songschreiber und Komponist der Bedoui-Musik und gilt als einer der berühmsten Sänger der Bedoui der sechziger bis neunziger Jahre.

L’Algérie vue du ciel - Algerien von oben.

Gewaltig und geheimnisvoll, Algerien das größte Land Afrikas fotografiert von oben. Von der Mittelmeerküste bis zur Sahara, von Tlemcen nach Annaba, Von den Bergen der Kabylei bis zur Gebirgsmassiv von Aurès und von der goldenen Saharadünen bis zur weißen Stadt Algier...

Weisheit des Tages

Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endet mit Asche; doch wie groß die Flamme ist entscheidest du. Arabische Weisheit

In Algerien wird der im November 1954 begonnene und mit der Unabhängigkeit vom Juli 1962 beendete Krieg »Revolution« genannt. Gefeiert wird er als Gründungsakt einer Nation, die ihre Souveränitätsrechte wiedergewonnen hat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts.

Diese so außerordentliche Sequenz – der Prozess der Befreiung von kolonialer Herrschaft – wird als tiefgreifendes Trauma erlebt: massive Zwangsumsiedlung ländlicher Bevölkerungsteile, Folterpraktiken, willkürliche Inhaftierungen und Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren. Bei dem auf allgemeine Zustimmung stoßenden Gedenken kommen die internen Unstimmigkeiten des algerischen Nationalismus nicht zur Sprache. Die Algerier sprechen heute von 1,5 Millionen Toten. Diese Zahl wird wiederum von französischen Historikern und Demographen bezweifelt, denen zufolge es unter den moslemischen Algeriern 250 000 bis 500 000 Tote gegeben hat. Eine auf jeden Fall enorme Zahl, die von der Wucht des Zusammenstoßes zeugt.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

In Frankreich wird dieser Konflikt »Algerienkrieg« genannt, und zwar seit dem Votum der Nationalversammlung vom Juni 1999, das den Mythen von den »Operationen zur Aufrechterhaltung der Ordnung« ein Ende setzte. Dieser Konflikt wird immer noch wie eine schmerzhafte Seite der jüngsten Geschichte gelesen: keine offiziellen Gedenkfeiern anlässlich aussagekräftiger Daten (wie dem 19. März 1962, Moment der Unterzeichnung der Verträge von Evian), wenige bedeutende Spielfilme, keine universitären Forschungs- und Lehrzentren zu diesem Ereignis. Und doch stellt dieser siebenjährige Krieg, der zu seiner Zeit nie seinen wirklichen Namen zu sagen wagte, ein außergewöhnliches Moment in Frankreich dar: Er hat den Zusammenbruch der 4. Republik, den Aufbruch von einer Millionen » pieds-noirs« (den Europäern) und Harkis ins alte koloniale Mutterland, aber auch das Massaker an Tausenden von Harkis und deren Familienangehörigen in Algerien selbst ausgelöst.
Der algerische Unabhängigkeitskrieg stellt, zusammen mit dem von Indochina, den härtesten Entkolonisierungskrieg des 20. Jahrhunderts dar. Wie lässt sich die Schärfe dieses Konflikts erklären? Als der Aufstand am 1. November 1954 ausbricht, heißt es in den Worten von François Mitterrand, dem damaligen Minister im Kabinett von Pierre Mendès France, »Algerien, das ist Frankreich«. Nach französischem Vorbild ist Algerien in drei Departements aufgeteilt und ist somit weitaus mehr als eine ferne Kolonie wie der Senegal oder ein Protektorat wie Tunesien. Nahezu eine Million Europäer arbeiten und leben dort seit Generationen. Nicht alle sind über ihre Ländereien wachende „Großgrundbesitzer“ ( colons). Der Lebensstandard der meisten liegt unter dem der Bewohner des französischen Mutterlands. Vertreten wird diese proletarisierte Besiedlungskolonie von den traditionellen – linken wie rechten – großen Parteien Frankreichs, deren Funktionsweise und Konzeptionen am Modell der jakobinischen Zentralisierung ausgerichtet sind. Es scheint von daher außer Frage zu stehen, ein seit 130 Jahren – noch vor Savoyen 1860 – zu Frankreich gehörendes Territorium zu verlassen. Die Entdeckung des Erdöls, die Notwendigkeit der Verwendung der Weite der Sahara für beginnende Atom- und Raumfahrttests bilden weitere Motive, die im Laufe des Krieges noch hinzukommen. Quelle: www.univ-paris13.fr{jcomments on}

 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Krim Belkassem (1922 - 1970)- Algerischer Politiker

    Krim Belkassem (* 1922 inKabylei Algerien; † 20. Oktober 1970 in Frankfurt am Main), war ein algerischer Offizier und Politiker und spielte eine bedeutende Rolle im Algerienkrieg, für den Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich. Er war ein historischer Anführer des algerischen Nationalismus in der Kabylei und später, ab 1958, Mitglied der GPRA (provisorische Regierung der Republik).

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  • Hocine Aït Ahmed (* 20. August 1926 in Ain El Hammam/Algerien; †23. Dezember 2015 in Lausanne/Schweiz) war ein algerischer Politiker und einer der Väter des algerischen Unabhängigkeitskampfes. Er gehörte zu den Gründern der FLN und war das bei weitem gebildetste und kultivierteste Mitglied des historischen Komitees, das am 1. Nov. 1954 den algerischen Aufstand gegen Frankreich auslöste.

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  • Emir Abd El-Kader. auch Abd El-Kader. El djazairi (* 6. September 1808 in Guetna bei Mascara; † 26. Mai 1883 in Damaskus) war ein algerischer Freiheitskämpfer und Gelehrter.  Am 21.November 1832 wurde er zum Emir gewählt und damit Chef des algerischen Staats.

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  • Colonel Amirouche (1926 - 1959) - Märtyrer

    Amirouche Ait Hamouda (31 Oktober 1926 in Tassaft Ouguemoun 1926- 29 März 1959 Boussada), besser bekannt unter dem Namen Colonel Amirouche, war ein algerischer Nationalist und gilt als einer der hervorragendsten Führer der algerischen Aufstandsbewegung . Er war Oberst der ALN (Nationale Befreiungsarmee) und genoss den legendären Ruf einer der härtesten Widerstandskämpfer Algeriens zu sein.

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