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Tal von M'zab in Ghardaïa - Weltkulturerbe.

Das Tal von M'zab gehört seit 1982 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Die Ibaditen, ein eigenständiger Zweig des Islams mit einer eigenen Rechtsschule und einer strengen Sichtweise der anderen islamischen Glaubensrichtungen gründeten jene 5 Städte, die man heute im Tal von M'Zab sehen kann.

Die Burek - eine echte Geschmacksbombe

Unter dem Namen Burek (auch Brick) versteht man im Maghreb die gefüllten Teigtaschen, die aus Dioul (Brickteig) hergestellt werden. Knusprig von aussen, drin weich, Burek ist eine echte Geschmacksbombe und ein elegantes Geschenk volle Überraschungen.

Straße der Verwirrten - Mohamed Magani

Wenn im Roman ein Streunerhund zur Hauptperson wird und dem Protagonisten Mahyou als treuer Freund zur Seite steht, dann sind sozialer Mangel und menschliche Frustration angesprochen. Mahyou lehrt die Hündin, ihr Bellen in eine vernehmbare Stimme zu verwandeln. Und wenn dieser Hund..

El Gusto - Ein außergewöhnliches Band-Revival.

Ein außergewöhnliches Band-Revival und eine Hommage auf religiöse Toleranz: In Algierien vor Ausbruch des Befreiungskriegs 1954 machten muslimische und jüdische Musiker gemeinsam Chaabi-Musik. Im Film «El Gusto» erzählen muslimische und jüdische Musiker nostalgisch ...

TV-Dokumentation - Algerien, Rückkehr zu den Quellen.

Von Algier nach Adrar über Biskra und Ghardaia nimmt Christine Oberdorff uns mit auf der Suche nach Wasserquellen in Algerien. Über mehr als 2000 Kilometer begibt sie sich auf eine lange Reise durch die Wüste.

Weisheit des Tages

Wir segeln in verschiedenen Richtungen über den Ozean des Lebens; die Vernunft ist die Karte, die Leidenschaft der Wind.  Deutsche Weisheit

In Algerien wird der im November 1954 begonnene und mit der Unabhängigkeit vom Juli 1962 beendete Krieg »Revolution« genannt. Gefeiert wird er als Gründungsakt einer Nation, die ihre Souveränitätsrechte wiedergewonnen hat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts.

Diese so außerordentliche Sequenz – der Prozess der Befreiung von kolonialer Herrschaft – wird als tiefgreifendes Trauma erlebt: massive Zwangsumsiedlung ländlicher Bevölkerungsteile, Folterpraktiken, willkürliche Inhaftierungen und Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren. Bei dem auf allgemeine Zustimmung stoßenden Gedenken kommen die internen Unstimmigkeiten des algerischen Nationalismus nicht zur Sprache. Die Algerier sprechen heute von 1,5 Millionen Toten. Diese Zahl wird wiederum von französischen Historikern und Demographen bezweifelt, denen zufolge es unter den moslemischen Algeriern 250 000 bis 500 000 Tote gegeben hat. Eine auf jeden Fall enorme Zahl, die von der Wucht des Zusammenstoßes zeugt.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

In Frankreich wird dieser Konflikt »Algerienkrieg« genannt, und zwar seit dem Votum der Nationalversammlung vom Juni 1999, das den Mythen von den »Operationen zur Aufrechterhaltung der Ordnung« ein Ende setzte. Dieser Konflikt wird immer noch wie eine schmerzhafte Seite der jüngsten Geschichte gelesen: keine offiziellen Gedenkfeiern anlässlich aussagekräftiger Daten (wie dem 19. März 1962, Moment der Unterzeichnung der Verträge von Evian), wenige bedeutende Spielfilme, keine universitären Forschungs- und Lehrzentren zu diesem Ereignis. Und doch stellt dieser siebenjährige Krieg, der zu seiner Zeit nie seinen wirklichen Namen zu sagen wagte, ein außergewöhnliches Moment in Frankreich dar: Er hat den Zusammenbruch der 4. Republik, den Aufbruch von einer Millionen » pieds-noirs« (den Europäern) und Harkis ins alte koloniale Mutterland, aber auch das Massaker an Tausenden von Harkis und deren Familienangehörigen in Algerien selbst ausgelöst.
Der algerische Unabhängigkeitskrieg stellt, zusammen mit dem von Indochina, den härtesten Entkolonisierungskrieg des 20. Jahrhunderts dar. Wie lässt sich die Schärfe dieses Konflikts erklären? Als der Aufstand am 1. November 1954 ausbricht, heißt es in den Worten von François Mitterrand, dem damaligen Minister im Kabinett von Pierre Mendès France, »Algerien, das ist Frankreich«. Nach französischem Vorbild ist Algerien in drei Departements aufgeteilt und ist somit weitaus mehr als eine ferne Kolonie wie der Senegal oder ein Protektorat wie Tunesien. Nahezu eine Million Europäer arbeiten und leben dort seit Generationen. Nicht alle sind über ihre Ländereien wachende „Großgrundbesitzer“ ( colons). Der Lebensstandard der meisten liegt unter dem der Bewohner des französischen Mutterlands. Vertreten wird diese proletarisierte Besiedlungskolonie von den traditionellen – linken wie rechten – großen Parteien Frankreichs, deren Funktionsweise und Konzeptionen am Modell der jakobinischen Zentralisierung ausgerichtet sind. Es scheint von daher außer Frage zu stehen, ein seit 130 Jahren – noch vor Savoyen 1860 – zu Frankreich gehörendes Territorium zu verlassen. Die Entdeckung des Erdöls, die Notwendigkeit der Verwendung der Weite der Sahara für beginnende Atom- und Raumfahrttests bilden weitere Motive, die im Laufe des Krieges noch hinzukommen. Quelle: www.univ-paris13.fr{jcomments on}

 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Die Verträge von Évian - März 1962

    Die Verträge von Évian wurden am 18. März 1962 in Évian-les-Bains unterzeichnet. Unterzeichner waren Frankreich und die algerische Nationale Befreiungsfront (Front de Libération Nationale, FLN). Das Evian-Abkommen war zunächst ein Waffenstillstandsabkommen, das aber nach einer Übergangsfrist auch die schließlich am 3. Juli 1962 verkündete Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes vorsah.

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  • Mostepha Ben Boulaid (1917 - 1956) - Märtyrer

    Mostepha Ben Boulaid (5 Februar 1917-22 März 1956) war ein algerischer Nationalist, Mitglied und Gründer des revolutionären Ausschusses vom 01. November 1954. Im Jahr 1955 reiste er nach Libyen, um die Militanten mit Waffen zu versorgen.  Er wurde am 11. Februar 1955 in Tunesien festgenommen, im Zentralgefängnis von Constantine gehalten und zum Tod verurteilt.

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  • Ahmed Ben Bella - Präsident Algeriens (1962 - 1965)

    Ahmed Ben Bella(* 25. Dezember 1918 in Maghnia Algerien; † 11. April 2012 in Algier) war Algeriens erster Präsident, ein militanter Nationalist und einer der entscheidenden Persönlichkeiten Algeriens, der eine Hauptverantwortung in der nationalen Bewegung übernahm und eine führende Rolle im Befreiungskampf des algerischen Volkes gespielt hatte.

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  • Lalla Fadhma n'Soumer (1830 - 1863) - Freiheitskämpferin

    Lalla Fadhma n'Soumer oder Lalla Fatma n'Soumer (1830 in Abi Youcef - Béni Slimane 1863 ), ihr richtiger Name Fadhma Nat Sid Hmed war eine wichtige Figur der algerischen Widerstandsbewegung in den ersten Jahren der französischen Kolonialeroberung Algeriens. Lalla, das weibliche Äquivalent von Sidi , ist ein Ehrentitel für Frauen von hohem Rang vorbehalten oder die als Heilige verehrt werden.

     

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