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Imzad-Musik der Tuareg - Weltkulturerbe.

Algerien, Mali, Niger: Imzad-Musik der Tuareg-Gemeinschaften. Die für die afrikanischen Tuareg-Gemeinschaften charakteristische Musik wird von Frauen auf dem Streichinstrument Imzad gespielt. Der Klang der Imzad soll böse Geister vertreiben und die Schmerzen von Kranken lindern.

Ras el Hanout - der König der Gewürze

Ras el Hanout ist die Gewürzmischung des Maghreb und verleiht vielen herzhaften Gerichten eine unvergleichlich maghrebinische Note. Diese Gewürzmischung bestehend aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen, sorgt dafür, dass die Nationalgerichte des Maghreb wie Tajine, ...

Algerien, ein Land holt auf!

Algerien ist das flächenmäßig größte Land Afrikas, es ist der wichtigste Energielieferant Südeuropas und es liegt nur wenige Flugstunden von uns entfernt - und dennoch bleibt dieses Land von der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland - und in Europa insgesamt - weitgehend ausgeklammert.

Yal Menfi- Akli Yahiatene.

"Yal Menfi" ist arabisch und bedeutet "Der Deportierte". Das Lied ist eine Neuauflage eines alten Songs auf algerisch-arabischen Dialekt, der kurz nach der Deportation von Algeriern nach Neukaledonie gegen 1871 beim Aufstand von El Mokrani und Scheich Ahaddad geschrieben und den Deportierten gewidmet wurde.

Die Rückkehr der sterblichen Überreste von Emir Abd El-Kader.

Hier sind einige Bilder, den man sonst nicht oft zu sehen bekommt. Archivbilder von Algerien im vierten Jahr (1966) seiner Unabhängigkeit, die den Transfer der Überreste von Emir Abd El-Kader von Damaskus nach Algier zeigen. Der Emir Abd El-Kader war das Symbol ..

 

 

Weisheit des Tages

Wir segeln in verschiedenen Richtungen über den Ozean des Lebens; die Vernunft ist die Karte, die Leidenschaft der Wind.  Deutsche Weisheit

In Algerien wird der im November 1954 begonnene und mit der Unabhängigkeit vom Juli 1962 beendete Krieg »Revolution« genannt. Gefeiert wird er als Gründungsakt einer Nation, die ihre Souveränitätsrechte wiedergewonnen hat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts.

Diese so außerordentliche Sequenz – der Prozess der Befreiung von kolonialer Herrschaft – wird als tiefgreifendes Trauma erlebt: massive Zwangsumsiedlung ländlicher Bevölkerungsteile, Folterpraktiken, willkürliche Inhaftierungen und Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren. Bei dem auf allgemeine Zustimmung stoßenden Gedenken kommen die internen Unstimmigkeiten des algerischen Nationalismus nicht zur Sprache. Die Algerier sprechen heute von 1,5 Millionen Toten. Diese Zahl wird wiederum von französischen Historikern und Demographen bezweifelt, denen zufolge es unter den moslemischen Algeriern 250 000 bis 500 000 Tote gegeben hat. Eine auf jeden Fall enorme Zahl, die von der Wucht des Zusammenstoßes zeugt.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

In Frankreich wird dieser Konflikt »Algerienkrieg« genannt, und zwar seit dem Votum der Nationalversammlung vom Juni 1999, das den Mythen von den »Operationen zur Aufrechterhaltung der Ordnung« ein Ende setzte. Dieser Konflikt wird immer noch wie eine schmerzhafte Seite der jüngsten Geschichte gelesen: keine offiziellen Gedenkfeiern anlässlich aussagekräftiger Daten (wie dem 19. März 1962, Moment der Unterzeichnung der Verträge von Evian), wenige bedeutende Spielfilme, keine universitären Forschungs- und Lehrzentren zu diesem Ereignis. Und doch stellt dieser siebenjährige Krieg, der zu seiner Zeit nie seinen wirklichen Namen zu sagen wagte, ein außergewöhnliches Moment in Frankreich dar: Er hat den Zusammenbruch der 4. Republik, den Aufbruch von einer Millionen » pieds-noirs« (den Europäern) und Harkis ins alte koloniale Mutterland, aber auch das Massaker an Tausenden von Harkis und deren Familienangehörigen in Algerien selbst ausgelöst.
Der algerische Unabhängigkeitskrieg stellt, zusammen mit dem von Indochina, den härtesten Entkolonisierungskrieg des 20. Jahrhunderts dar. Wie lässt sich die Schärfe dieses Konflikts erklären? Als der Aufstand am 1. November 1954 ausbricht, heißt es in den Worten von François Mitterrand, dem damaligen Minister im Kabinett von Pierre Mendès France, »Algerien, das ist Frankreich«. Nach französischem Vorbild ist Algerien in drei Departements aufgeteilt und ist somit weitaus mehr als eine ferne Kolonie wie der Senegal oder ein Protektorat wie Tunesien. Nahezu eine Million Europäer arbeiten und leben dort seit Generationen. Nicht alle sind über ihre Ländereien wachende „Großgrundbesitzer“ ( colons). Der Lebensstandard der meisten liegt unter dem der Bewohner des französischen Mutterlands. Vertreten wird diese proletarisierte Besiedlungskolonie von den traditionellen – linken wie rechten – großen Parteien Frankreichs, deren Funktionsweise und Konzeptionen am Modell der jakobinischen Zentralisierung ausgerichtet sind. Es scheint von daher außer Frage zu stehen, ein seit 130 Jahren – noch vor Savoyen 1860 – zu Frankreich gehörendes Territorium zu verlassen. Die Entdeckung des Erdöls, die Notwendigkeit der Verwendung der Weite der Sahara für beginnende Atom- und Raumfahrttests bilden weitere Motive, die im Laufe des Krieges noch hinzukommen. Quelle: www.univ-paris13.fr{jcomments on}

 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Benyoucef Benkhedda (1923 - 2003) - Algerischer Politiker

    Benyoucef Benkhedda(* 30.11.1923 in Berrouaghia Médéa - † 04.02.2003 in Algier), war der zweite Präsident der GPRA Algeriens. Nachdem er seine Primarschule vollendete, zog er in die Stadt Blida ein dann nach Algier, wo er sein Studium als Apotheker absolvierte. Im Jahre 1946 arbeitete er beim Komitee der Publikation von der Zeitung El Omma El Djazairia.

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  • Krim Belkassem (1922 - 1970)- Algerischer Politiker

    Krim Belkassem (* 1922 inKabylei Algerien; † 20. Oktober 1970 in Frankfurt am Main), war ein algerischer Offizier und Politiker und spielte eine bedeutende Rolle im Algerienkrieg, für den Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich. Er war ein historischer Anführer des algerischen Nationalismus in der Kabylei und später, ab 1958, Mitglied der GPRA (provisorische Regierung der Republik).

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  • Moufdi Zakaria - Dichter der Revolution

    Moufdi Zakaria, Dichter der algerischen Revolution, wurde am 12. Juni 1908 in Beni Izguen in Ghardaia geboren, wo er seine ersten Unterrichte erhielt. Danach studierte er in tunesischen Schulen, besonders an der Zeitouna-Universität in Tunis, wo er sein Diplom gemacht hatte. Am Beginn der dreiβiger Jahre engagierte er sich in die politische und patriotische Aktion. Er war ein aktiver Mitglied innerhalb vieler anderen Parteien darunter der Front für Nationale Befreiung (FLN). Er hat zur Entwicklung der literarischen und politischen Aktivität in den Maghrebländern beigetragen.

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  • Mohammad Boudiaf (1919 - 1992) - Algerischer Politiker

    Mohammad Boudiaf(* 23. Juni 1919; † 29. Juni 1992 in Annaba), auch Si Tayeb el Watani genannt, war ein führender algerischer Politiker, einer der Mitbegründer der Nationalen Befreiungsfront FLN und Mitglied des ersten "Revolutionsrates", bestehend aus sechs Mitgliedern, das am 1. Nov. 1954 den algerischen Aufstand gegen Frankreich auslöste.

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