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Bergfestung Beni Hammad - Weltkulturerbe.

Die Al Qala von Beni Hammad sind die Ruinen einer Bergfestung in Algerien und befinden sich in ungefähr 1000m Höhe. Sie gehören seit 1980 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Al Qal'a Beni Hammad ist der arabische Name dieser Festung und Ruinenstadt.

Harira - die Königin des Ramadan's Tisch

Harira oder Schorba ist die typische Ramadan Suppe im Maghreb. Sie ist sehr nahrhaft, wärmend und stärkend und ein sehr bedeutendes Mitglied des Ramadan's Tisch. Sie ist auch außerhalb des Ramadan ein Bestandteil ders Gastmahls.

Algerien, ein Land holt auf!

Algerien ist das flächenmäßig größte Land Afrikas, es ist der wichtigste Energielieferant Südeuropas und es liegt nur wenige Flugstunden von uns entfernt - und dennoch bleibt dieses Land von der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland - und in Europa insgesamt - weitgehend ausgeklammert.

Lahmamm Alli Rabitou - El Hadj M'hmmed El Anka.

El Hadj M'hmmed El Anka gilt als Erfinder und einer der größten Meister der sogenannten Chaâbi-Musik. Zu seinem berühmtesten Lieder gehören " Lehmam lli rebbit-u", "Lhemdu li Llah ma bqac listiimar fi Blad-na" und "Subhan Llah ya ltif".

Die Rückkehr der sterblichen Überreste von Emir Abd El-Kader.

Hier sind einige Bilder, den man sonst nicht oft zu sehen bekommt. Archivbilder von Algerien im vierten Jahr (1966) seiner Unabhängigkeit, die den Transfer der Überreste von Emir Abd El-Kader von Damaskus nach Algier zeigen. Der Emir Abd El-Kader war das Symbol ..

Weisheit des Tages

Allzeit fröhlich ist gefährlich, allzeit traurig ist beschwerlich, allzeit glücklich ist betrüglich, eins ums andere ist vergnüglich.  Deutsche Weisheit

In Algerien wird der im November 1954 begonnene und mit der Unabhängigkeit vom Juli 1962 beendete Krieg »Revolution« genannt. Gefeiert wird er als Gründungsakt einer Nation, die ihre Souveränitätsrechte wiedergewonnen hat. Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Befreiungskriege des 20. Jahrhunderts.

Diese so außerordentliche Sequenz – der Prozess der Befreiung von kolonialer Herrschaft – wird als tiefgreifendes Trauma erlebt: massive Zwangsumsiedlung ländlicher Bevölkerungsteile, Folterpraktiken, willkürliche Inhaftierungen und Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren. Bei dem auf allgemeine Zustimmung stoßenden Gedenken kommen die internen Unstimmigkeiten des algerischen Nationalismus nicht zur Sprache. Die Algerier sprechen heute von 1,5 Millionen Toten. Diese Zahl wird wiederum von französischen Historikern und Demographen bezweifelt, denen zufolge es unter den moslemischen Algeriern 250 000 bis 500 000 Tote gegeben hat. Eine auf jeden Fall enorme Zahl, die von der Wucht des Zusammenstoßes zeugt.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

In Frankreich wird dieser Konflikt »Algerienkrieg« genannt, und zwar seit dem Votum der Nationalversammlung vom Juni 1999, das den Mythen von den »Operationen zur Aufrechterhaltung der Ordnung« ein Ende setzte. Dieser Konflikt wird immer noch wie eine schmerzhafte Seite der jüngsten Geschichte gelesen: keine offiziellen Gedenkfeiern anlässlich aussagekräftiger Daten (wie dem 19. März 1962, Moment der Unterzeichnung der Verträge von Evian), wenige bedeutende Spielfilme, keine universitären Forschungs- und Lehrzentren zu diesem Ereignis. Und doch stellt dieser siebenjährige Krieg, der zu seiner Zeit nie seinen wirklichen Namen zu sagen wagte, ein außergewöhnliches Moment in Frankreich dar: Er hat den Zusammenbruch der 4. Republik, den Aufbruch von einer Millionen » pieds-noirs« (den Europäern) und Harkis ins alte koloniale Mutterland, aber auch das Massaker an Tausenden von Harkis und deren Familienangehörigen in Algerien selbst ausgelöst.
Der algerische Unabhängigkeitskrieg stellt, zusammen mit dem von Indochina, den härtesten Entkolonisierungskrieg des 20. Jahrhunderts dar. Wie lässt sich die Schärfe dieses Konflikts erklären? Als der Aufstand am 1. November 1954 ausbricht, heißt es in den Worten von François Mitterrand, dem damaligen Minister im Kabinett von Pierre Mendès France, »Algerien, das ist Frankreich«. Nach französischem Vorbild ist Algerien in drei Departements aufgeteilt und ist somit weitaus mehr als eine ferne Kolonie wie der Senegal oder ein Protektorat wie Tunesien. Nahezu eine Million Europäer arbeiten und leben dort seit Generationen. Nicht alle sind über ihre Ländereien wachende „Großgrundbesitzer“ ( colons). Der Lebensstandard der meisten liegt unter dem der Bewohner des französischen Mutterlands. Vertreten wird diese proletarisierte Besiedlungskolonie von den traditionellen – linken wie rechten – großen Parteien Frankreichs, deren Funktionsweise und Konzeptionen am Modell der jakobinischen Zentralisierung ausgerichtet sind. Es scheint von daher außer Frage zu stehen, ein seit 130 Jahren – noch vor Savoyen 1860 – zu Frankreich gehörendes Territorium zu verlassen. Die Entdeckung des Erdöls, die Notwendigkeit der Verwendung der Weite der Sahara für beginnende Atom- und Raumfahrttests bilden weitere Motive, die im Laufe des Krieges noch hinzukommen. Quelle: www.univ-paris13.fr{jcomments on}

 

Zeitgeschichte

Nach 132 Jahren französischer Herrschaft erklärt Algerien am 5. Juli 1962 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Nach der Unabhängigkeit stand Algerien vor großen Problemen. Der Exodus von einer Million Algerien-Franzosen nach der Unabhängigkeit war nicht nur ein Schock für die Betroffenen, sondern bedeutete auch einen starken Aderlass von Fachkräften, der bis heute nachwirkt.Der FLN-Führer Ahmed Ben Bella wurde erster Präsident und erklärte Algerien zu einer sozialistischen und islamischen Nation: Verstaatlichung der Wirtschaft, Einheitspartei und Gleichschaltung der Medien.

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Zeitgeschichte

Kategorie: Persönlichkeiten

  • Ferhat Abbas (1899 - 1985) - Algerischer Politiker

    Ferhat Abbas (* 24. August 1899 in Taher, Algerien; † 24. Dezember 1985 in Algier), von Beruf ursprünglich Apotheker, war ein algerischer Freiheitskämpfer, Politiker und Führer im Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich (Algerienkrieg). Er trat für die Selbstbestimmung Algeriens und die Unabhängigkeit von Frankreich ein. Im Frühjahr 1956 schloss er sich dem FLN an.

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  • Abdelaziz Bouteflika - Präsident Algeriens (1999 - bis heute)

    Abdelaziz Bouteflika( * 2. März 1937 in Oujda, Marokko) ist seit 1999 algerischer Präsident. Er schloss sich 1956 der algerischen Befreiungsbewegung FLN an. 1962-1963 war er Minister für Jugend, Sport und Tourismus. Schon mit 28 Jahren stellte Ahmed Ben Bella ihn als Außenminister in seiner Regierung auf und blieb bis 1979 in seinem Amt. Als der ehrgeizige Politiker aus dem Exil heimgekehrte und zum Präsidenten 1999 gewählt wurde,

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  • Krim Belkassem (1922 - 1970)- Algerischer Politiker

    Krim Belkassem (* 1922 inKabylei Algerien; † 20. Oktober 1970 in Frankfurt am Main), war ein algerischer Offizier und Politiker und spielte eine bedeutende Rolle im Algerienkrieg, für den Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich. Er war ein historischer Anführer des algerischen Nationalismus in der Kabylei und später, ab 1958, Mitglied der GPRA (provisorische Regierung der Republik).

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  • Chadli Bendjedid - Präsident Algeriens (1979 - 1992)

    Chadli Bendjedid ( * 14. April 1929 in Bouteldja, Annaba; †6. Oktober 2012 in Algier)  war von 1979 bis 1992 algerischer Präsident. Unter dem Präsidenten Houari Boumediene war er dessen naher Vertrauter und durch ihn wurde er zum Mitglied des Rates der Revolution im Jahre 1965 ernannt. 1969 ist er Oberst der Armee geworden. Nach dem Tod des Präsidenten Houari Boumediene wurde er der dritte Präsident von Algerien und Verteidigungsminister.

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