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Fantasia - eine jahrhundertelange reiterliche Tradition.

Die Fantasia ist eine jahrhundertelange reiterliche Tradition und Teil der aktuellen Identität der Länder des Maghreb. Sie steht in Verbindung mit der glorreichen kriegerischen Vergangenheit. Es gibt Fantasias, seit die Stämme Nordafrikas Kriegszüge auf Pferden durchführten.

Ras el Hanout - der König der Gewürze

Ras el Hanout ist die Gewürzmischung des Maghreb und verleiht vielen herzhaften Gerichten eine unvergleichlich maghrebinische Note. Diese Gewürzmischung bestehend aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen, sorgt dafür, dass die Nationalgerichte des Maghreb wie Tajine, ...

Straße der Verwirrten - Mohamed Magani

Wenn im Roman ein Streunerhund zur Hauptperson wird und dem Protagonisten Mahyou als treuer Freund zur Seite steht, dann sind sozialer Mangel und menschliche Frustration angesprochen. Mahyou lehrt die Hündin, ihr Bellen in eine vernehmbare Stimme zu verwandeln. Und wenn dieser Hund..

Muslime und Juden in Algerien - schon immer gemeinsam musiziert.

Von Cheikh Raymond bis zur Lieder von Reinette l’Oranaise, Lili Labassi, Line Monty, Blond Blond, Lili Boniche, Luc Cherki, Salim Halali, José de Suza, Maurice El Médioni, René Perez und viele andere Musiker. Nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 emigrierten über 130 000 Juden nach Frankreich.

Algier - schön, schräg, schonungslos.

Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt. Prächtige Kolonialarchitektur, eine zum Weltkulturerbe gehörende Kasbah, bunte Märkte, quirliges Leben, arabisch-französische Bäckereien, Dauerstaus, Palmen, Strände, Öl- und Gasreichtum.

Weisheit des Tages

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Kamel Daoud, geboren 1970 in der algerischen Hafenstadt Mostaganem, ist ein algerischer Journalist und Autor und gehört zu den einflussreichsten Journalisten Algeriens: Seine Stimme ist ebenso eigenwillig wie ausdrucksvoll.  

Seine Texte sind durch einen lebendigen, poetischen Stil und politischen Scharfsinn geprägt. Er schreibt französisch, begann seine journalistische Laufbahn als Straßenreporter und ist heute Chefredakeur des »Quotidien d’Oran«, in dem er die Kolumne »Raïna Raïkoum« (»Meine Meinung, Eure Meinung«) veröffentlicht.  Kamel Daoud bietet, wie er es nennt, »eine tägliche Dosis Subversion« an. In seiner Kolumne im "Quotidien d'Oran" wagt er es regelmäßig, das Regime des Präsidenten Bouteflika und seine Clique mit Spott und Scharfsinn zu attackieren.

Der algerische Salman Rushdie

Gegen den Bestsellerautor Kamel Daoud hat ein islamistischer Prediger eine Todes-Fatwa ausgesprochen. Die Regierung in Algier schweigt und verweigert dem Bedrohten Personenschutz. Es ist die Antwort eines Literaten, die Kamel Daoud auf die Todesdrohungen gegen ihn gibt: «Faszinierende Frage: Woher kommt es, dass sich manche bedroht fühlen in ihrer Identität, in ihrer religiösen Überzeugung, in ihrer Geschichtsauffassung und ihrer Erinnerung, nur weil jemand anders denkt als sie?», schreibt er.

Unter dem Titel «50 Farbtöne des Hasses» setzt sich der algerische Schriftsteller und Journalist mit den Mechanismen auseinander, den Gesellschaftsstrukturen, dem Gedankengut, die einer Fatwa des salafistischen Predigers Abdel Fattah Hama­dache gegen ihn zugrunde liegen.

Auf seiner Facebook-Seite hatte der Anführer der verbotenen Islamisten-Partei «Front de la Sahwa libre» den 44 Jahre alten Bestsellerautor als Apostaten verunglimpft. Der Salafisten-Scheich forderte, den Autor zum Tode zu verurteilen und öffentlich hinzurichten, weil er Gott und dessen Propheten bekriege.

Ermutigt durch IS-Terrormiliz

Seither befeuern islamistische Fernsehsender die Hetze gegen Daoud. «Ich muss um mein Leben fürchten und habe inzwischen Angst, auf die Strasse zu gehen», sagte er DerBund.ch/Newsnet. Er hat Anzeige erstattet gegen den Imam, eine Untersuchung wurde eingeleitet. Aber persönlicher Schutz wird ihm verweigert. Nicht einmal zu einer eindeutigen, scharfen Verurteilung gegen den Mordaufruf hat sich die algerische Regierung bereitgefunden. Der Staat sei schwach, sagt Daoud, der Präsident krank, das Regime in einer Legitimationskrise. Dagegen fühlen sich die Islamisten mit jedem Tag stärker, ermutigt auch durch den Aufstieg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Es ist das Klima der Straflosigkeit, das die Fatwa gegen ihn erst möglich gemacht hat, ist Daoud überzeugt. Mit ­Genugtuung registriert er Solidaritätsbekundungen in Algerien, aus Marokko und Tunesien, aus Europa. «Aber das reicht nicht», sagt er. «Ich verlange, dass die algerische Justiz diesen Imam zur Verantwortung zieht dafür, dass er dazu aufgerufen hat, mich zu töten!» Das wäre zugleich «ein starkes Signal an die Islamisten, dass sie hier nicht alles sagen und tun können, was sie wollen». Seine Heimat zu verlassen, im Ausland Zuflucht zu suchen? Das kommt für den geschiedenen Vater zweier Kinder nicht infrage – noch nicht.

In Algerien hat er sich in 20 Jahren als Kolumnist der Zeitung «Quotidien d’Oran» den Ruf eines unbestechlichen Beobachters und unerschrockenen Kritikers der herrschenden Verhältnisse erworben. In Europa bekannt wurde er spätestens, als sein Debüt-Roman «Meursault – contre-enquète» im vergangenen Sommer in Frankreich Furore machte. Mehrere Literaturpreise gewann der auf Französisch schreibende Autor damit. Das Buch ist gewissermassen eine algerische Antwort auf Albert Camus’ «Der Fremde», die Geschichte des Franzosen Meursault, der am Strand von Algier einen jungen Algerier ermordet. Der wird in dem Klassiker immer nur «der Araber» genannt. Kamel Daoud, der französische Literatur studiert hat, gibt der Figur ihre Identität zurück. «Das beste Mittel, eine Person zu töten, ist, ihr den Namen zu rauben», sagt er. Moussa hat er ihn genannt und lässt die Geschichte vom Bruder des Getöteten schildern, der in einer Bar in Oran versackt. Kamel Daoud benennt die Dinge, die andere verschweigen.

Schlimmer als die Diktatur

Das gilt auch für die Religion und ihre Wirkung auf die Gesellschaft. Es waren Äusserungen des Schriftstellers auf France 2, die den Islamisten aufstiessen. Wenn man in der arabischen Welt «mit der Frage um Gott nicht ins Reine kommt, wird man den Menschen nicht rehabilitieren können, wird man nicht weiterkommen», sagte Daoud. Den Islamismus hatte er zuvor schon als «grössten Feind der Freiheit» gegeisselt, grösser als die Diktatur. «Es gibt Zeiten, in denen Gottheiten töten. Gerade sind wir in einer solchen Zeit», sagte er jüngst in einem Interview. «Die Religion zu reflektieren, auf Distanz zu gehen, die eigene Freiheit gegenüber dem Himmel zu verteidigen, ist daher für mich wichtig, ja sogar lebensnotwendig.» Leider auch ­lebensgefährlich. (Tages-Anzeiger) {jcomments on}

Kamel Daouds Bücher

Kamel Daoud hat in Algerien vier Bücher publiziert: Raïna Raïkoum, eine Sammlung seiner Kolumnen (2002), La Fable du Naïn (Roman, 2003), Ô Pharaon (Roman, 2005), L’Arabe et le vaste pay de ô… (Erzählungen, 2008). Für Letztere hat er 2008 den Mohammed-Dib-Preis erhalten. Le Minotaure 504 erschien 2011 in Paris bei Sabine Wespieser. Mit Minotaurus 504 macht der persona verlag das deutsche Publikum erstmals mit einem Autor bekannt, dessen sozial-politische Analysen und klare Sprache in seiner Heimat umso mehr geschätzt werden, als das algerische Fernsehen staatlich kontroliert ist.Daoud setzt sich für Demokratie und Menschenrechte ein und wurde am 12. Februar 2011 bei einer Solidaritätsdemonstration für den »arabischen Frühling« in Oran unter entwürdigenden Umständen vorübergehend festgenommen.

»Kamel Daoud setzt absichtlich Menschen aus dem Volk in Szene, kleine Leute, abgründige Gestalten,die Underdogs des heutigen Algerien. Aber er lässt sie nicht im Straßenjargon sprechen. … Die vier Erzählungen sind in einem Französisch verfasst, dessen klassische Harmonien der Autor souverän beherrscht. Kamel Daoud plädiert für einen weniger folkloristischen Blick auf die Welt und das Leben. Und damit für einen universelleren.« Le Figaro Littéraire

KAMEL DAOUD im Gespräch mit Libération: »Literatur ist der Beginn einer Lösung, denn sie formuliert meiner Meinung nach den Beginn einer Freiheit, eine Alternative, ein Abweichen von vorgestanzten Bedeutungen. Schreiben ist Befreiung oder Flucht … Indem ich schreibe, widersetze ich mich, und wer liest, bringt damit seinen Freiheitsdrang zum Ausdruck.«

Meursault, contre-enquête Werk

Kamel Daoud letztes Werk heißt "Meursault, contre-enquête", wurde im Jahre 2013 als "Hommage en forme de contrepoint" ("Würdigung in Form eines Kontrapunkts") veröffentlicht. "Meursault, contre-enquête" ist Daouds erster Roman, eine Erzählung, die auf den Erfolgsroman "Der Fremde" von Albert Camus aufbaut, und nächstes Jahr auch in Deutschland erscheint. In dem Roman rollt Daoud siebzig Jahre später noch einmal die Geschehnisse in Camus Roman auf. Daoud gibt dem Mordopfer, dem "Araber", nicht nur einen Namen. Er setzt sich auch mit der gewalttätigen Entkolonisierung Algeriens und den vielen Unklarheiten in den algerisch-französischen Beziehungen auseinander; eine kritische Auseinandersetzung mit der Politik von Albert Camus, dem "Franzosen aus Algerien", und zugleich Hommage an einen großen Autor. Seine algerischen Kritiker haben die gleiche Heimat wie Camus: die französische Sprache. Sie lehnen es ab, in ihm einen politischen Lehrmeister, einen "maître à penser", zu sehen – und verehren ihn als den Autor, der sie das Schreiben gelehrt hat. Sein letztes Werk heißt "Meursault, contre-enquête".Quelle: http://www.derbund.ch/

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

Sprüche & Weisheiten

اَللَي مَا لْحَقشْ لَلْعنَبْ يَقُول حَامَضْ

Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer

شْرِي الجَارْ قَبْل الدَار

Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!

قُول كْلَام الخَيْر ولَا سْكُت خَيْر

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen weißt, sage überhaupt nichts

سَرْ ثْنِين يَعَرْفُوه أَلْفِينْ

Durch Sagen und Weitersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen

يْغَطِي الشَّمْس بَلْغُربَال

Wolken bedecken wohl – und vernichten doch nie die Sonne

كْلَام الَّليْل مَدْهٌون بَالزَّبْدَة كِي يَطْلع عْلِيه النْهَار ْيسِيح

Was in der Nacht geredet wurde, wischt der Tag aus

أَليِ عَيْنُو في لْغزَال ْيبَكَرْلُو

Wer gelehrt werden will, muss früh aufstehen

مَشِ كُلْ خْضَرْ حْشِيشْ وَمشِ كُل أَلي َيبْرق ذْهَبْ

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

زَاوَشْ فِي يَد ولاَّ زُوج في شَجرة

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

إِذَا كَانْ الكْلَام مَنْ فَضَّة فَالسُّكُوت مِنْ ذَهَبْ

Reden ist Silber, schweigen ist Gold

لَعمَش في بْلَاد العَمْيِين سُلطَان

Im Königreich der Blinden ist der Einäugige König

يَد وَحْدَة ما تْصَفَق

Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren

سَالْ مْجَرب و لَا تْسَال طْبِيب

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

أَلِي في حَجْرو الَبيض ما يْصَارعش

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst

سْمَع لَلْكلام أَلِي يْبَكِيكْ و مَتسمَعْش لَلْكلام أَلي يْضَحْكَك

Ich höre gern, was du sagst, weil du nicht sagst, was ich gern höre

ما يَبقى فَالْواد غِي حْجَارُو

Wasser verrinnt, Steine bleiben

مَنْ لَا يَدري و لَا يَدري أنَّه لا يدري، فذلك جاهل فأرفُضوه

Wer nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß, ist ein Narr - Scheue ihn

مَنْ لا يدري ويدري أنَّه لا يَدري، فذلك مُسترشد فأرشِدُوه

Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, ist ein Kind. - Lehre ihn

مَنْ يَدري ولا يَدْري أنه يَدْري، فذلك نَائِم فأَيقِظُوه

Wer weiß und nicht weiß, dass er weiß, schläft. - Wecke ihn

مَنْ يَدري ويَدري أنَّهُ يَدري، فذلك عَالِمٌ فأَتَّبِعُوه

Wer weiß und weiß, dass er weiß, ist ein Weiser. - Folge ihm

ألِّي ما ذاقْ المُرْ ما يَعْرَفْ قِيمَة لَحْلُو

Wer nicht bitter gekostet hat, weiß nicht, was süß ist

وَرِّيلِي شْكُون صَاحْبَكْ نْقُولْ لَكْ شْكُونْ انْت

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sage dir, wer du bist

المْعَاوْنَة تَغْلَبْ السْبَعْ

Zusammen sind wir stark!

صَاحْبَكْ إِلاَّ صَاحْبَكْ فَالشَّدَّة أمَّا النَّاسْ لُخْرَى كُلْهُمْ بَعْرُوضْهُم

Freunde in der Not, gehen Wölfe auf ein Lot

ضْرَبْنِي و ابْكَى، اسْبَقْنِي و اشْتْكَى

Sich geschlagen geben erspart Schläge

يَفْنَى مَالْ الجَدِّينْ و تَبْقَى حَرْفَة اليَدِّينْ

Handwerk hat goldenen Boden

Kategorie: Städte

  • Algier, die weiße Stadt, ist die Hauptstadt Algeriens und zugleich die namensgebende Stadt des Landes. Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt.Mit rund drei Millionen Einwohnern ist diese Hauptstadt zugleich auch die größte Stadt des Landes.

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  • Die Stadt liegt im Osten des Landes in einer hügeligen Landschaft in mehr als 600 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 60 km südlich des Mittelmeers. Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. 

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  • Oran ist mit rund 1.281.000 Einwohnern (Schätzung 2006) die zweitgrößte Stadt Algeriens. Diese Küstenstadt ist in Algerien vor allem als Industriestadt bekannt und für die Wirtschaft des Landes bedeutend. 

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  • Tlemcen (arabisch, Tilimsan; bei Leo Africanus auch Telensin) ist eine Stadt im westlichen Algerien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ibn Khaldun bezeichnet sie als das Zentrum des mittleren Maghreb. 

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