1. Sehenswert
  2. Kochbuch
  3. Buch-Tipps
  4. Volkslieder
  5. Videothek

Pilgerreise zum Mausoleum von Sidi Abd el-Qader - Weltkulturerbe.

Ende Juni jeden Jahres unternehmen Sufi-Gemeinschaften eine dreitägige Pilgerreise zum Mausoleum von Sidi Abd el-Qader Ben Mohammed in Sidi Cheikh/Algerien. Die Pilgerreise stärkt die friedlichen Beziehungen unter den Sufi-Bruderschaften. Im Dezember 2013 ist die Pilgereise in die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

Ras el Hanout - der König der Gewürze

Ras el Hanout ist die Gewürzmischung des Maghreb und verleiht vielen herzhaften Gerichten eine unvergleichlich maghrebinische Note. Diese Gewürzmischung bestehend aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen, sorgt dafür, dass die Nationalgerichte des Maghreb wie Tajine, ...

Die Suche nach den Gebeinen - Tahar Djaout

Mitten in die Siegesfeier platzt der Befehl zum Aufbruch. Wer einen Verwandten in der Widerstandsbewegung hatte, soll sich auf die Suche nach dessen sterblichen Überresten machen. Auch der 14-jährige Erzähler zieht mit einem Esel und einem Alten aus dem Dorf los.

A Vava Inouva - Idir.

Noch heute zählt “A Vava Inouva” zu den wenigen algerischen Titeln, die weit über die Grenzen des Maghreb hinaus Beachtung fanden - das Lied wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Es liegt schon fast vierzig Jahre zurück, dass der 1949 in der Kabylei geborene Idir mit “A Vava Inouva” Musikgeschichte schrieb.

Die Rückkehr der sterblichen Überreste von Emir Abd El-Kader.

Hier sind einige Bilder, den man sonst nicht oft zu sehen bekommt. Archivbilder von Algerien im vierten Jahr (1966) seiner Unabhängigkeit, die den Transfer der Überreste von Emir Abd El-Kader von Damaskus nach Algier zeigen. Der Emir Abd El-Kader war das Symbol ..

Weisheit des Tages

Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endet mit Asche; doch wie groß die Flamme ist entscheidest du. Arabische Weisheit

Mouloud Mammeri (*28.12.1917 in Taourirt-Mimoun (Große Kabylei) - 25.2.1989 in Aïn-Defla bei einem Autounfall) ist ein algerischer Schriftsteller, gehört zu den Begründern der maghrebinischen Literatur französischer Sprache. 

Er ist eine der Leitfiguren des kulturellen Algerien, an dessen Begräbnis zweihunderttausend Menschen teilnahmen. Ein Grund für diese Popularität ist sein Kampf für die Anerkennung der Berber-Kultur. Als er 1980 daran gehindert wurde, eine Vorlesung über die alte Lyrik der Berber an der Universität von Tizi-Ouzou zu halten, kam es zu einem eigentlichen Volksaufstand. Dieser Kampf führte allerdings nur zu vorübergehenden Erfolgen. Mit dem repressiven algerischen Sprachengesetz von diesem Jahr hat das Amazigh, die Sprache der Berber, wieder jede Anerkennung verloren.
Ein anderer Grund für Mammeris Beliebtheit liegt in seinen Romanen, insbesondere in der Trilogie, die verschiedene Phasen aus der kabylischen Geschichte thematisiert:Verlorener Hügel(1952),Le sommeil du juste(1953) und L’opium et le bâton(1965), aber auch im erst 1982 veröffentlichten Die Überfahrt.
Hier und da veröffentlichte Mammeri auch Erzählungen, die 1991 unter dem TitelEscalesgesammelt wurden. Nun liegen sie alsTreibsandauch auf Deutsch vor − in einer Übertragung, deren zahlreiche Mängel von sprachlichen Unzulänglichkeiten bis zu groben Übersetzungsfehlern reichen. Leider fehlen auch die Angaben zur Erstveröffentlichung: Obgleich diese Texte einen überzeitlichen Kern besitzen, so ist doch vieles nur aus dem jeweiligen historischen Zusammenhang zu verstehen.
Mammeris Stärke liegt eher in der grossen Form. Die Erzählungen sind zwar interessant, doch fehlt ihnen zuweilen die für die Kurzprosa notwendige Verdichtung. Einige Erzählungen tendieren auch zu sehr ins Essayistische.
Zum Teil begegnen uns die gleichen Themen wie in Mammeris Romanen, beispielsweise der ausDie Überfahrtbekannte Versuch der algerischen Behörden, die Nomaden zu „zivilisieren“ (Erinnerungen an Vorfahren, 1981/83). Reglementierung, behördliche Anordnungen und der anarchistische Widerstand dagegen sind Themen, die Mammeri immer wieder aufnimmt. Sei es eher auf der individuellen Ebene wie in „Der Namenlose aus den Arkaden und die Gesellschaftsordnung“ (1953), in der eine (französische) Madame Pillot einen namen- und familienlosen Jungen zu domestizieren versucht. Oder sei es in dem Sinne, dass die „Parteiführer“ bereits während des Unabhängigkeitsfestes 1962 das überschäumende Treiben ihrer Untertanen in geordnete Bahnen lenken (Die Meute, 1976).
InHibiskus(1985), einer sehr gelungenen Erzählung, nimmt die Reglementierung die Form eines „Versuchsgartens“ an, „jener Ansammlung von gefangenem Grün hinter geschmiedeten Eisengittern“. Er vermittelt etwas von der Atmosphäre in dem unter der Einparteiendiktatur darbenden Land. In ihm geschieht, was in Mammeris Erzählungen einen weiteren Schwerpunkt bildet: die Auseinandersetzung um den revolutionären Intellektuellen, sein politisches Engagement, die Suche nach dem Sinn seines Tuns. InLandeplätze(1989) geht es gar um die in Algerien wegen der Befreiungskriegserfahrung tabuisierte Frage, ob es einen gerechten Krieg geben könne. In der ErzählungWanderer zwischen Welten(1957), die François Bondy bereits 1962 in der AnthologieDas Sandkornveröffentlicht hat, versucht der Protagonist, ein angehender Dichter, die zwiespältige Annäherung an den Islam. Er findet keinen Halt und endet im Suizid. Eines der pessimistischen Enden einer Erzählung von Mammeri, für die er auch bei seinen Romanen kritisiert wurde.

Mouloud Mammeri:Treibsand. Kurzgeschichten. Aus dem Französischen von Andreas J. Guth. Verlag Donata Kinzelbach. Mainz, 1998{jcomments on}

Inhaltsangabe zu „Die Überfahrt“ von Mouloud Mammeri:

Mourad hat um die Freiheit gekämpft. Er hat den Untergrund und die Haft kennengelernt. All dies nur, um nach 20 Jahren feststellen zu müssen, daß man nie an sein Ziel gelangt. Dies ist die Bilanz, die bittere, die Mourad schließlich ziehen muß. Selbst sein Beruf als Journalist - zunächst noch Berufung - entäuscht ihn zunehmend. Die sinnentstellende Zensur zu ertragen - bedeutet dies nicht, zentrale Ziele aufgegeben zu haben? Da erscheint ihm die Auswanderung als lächerliches Mittel, seinen Prinzipien nicht ganz untreu werden zu müssen. Mourad macht sich auf den Weg quer durch die Sahara: Seine letzte Reportage soll ihm all seine Fragen beantworten. Der Zauber der Wüste, die Freiheit der Tuareg . . . Seinen Weg durch die Wüste beendet er an einem Strand, in dessen Sand er noch nicht einmal für kurze Zeit Spuren hinterläßt . .

 ISBN 124 Seiten, Euro 19.50 ,Roman aus dem Französischen von Andreas J. Guth Verlag Donata Kinzelbach

 

 

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

Sprüche & Weisheiten

اَللَي مَا لْحَقشْ لَلْعنَبْ يَقُول حَامَضْ

Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer

شْرِي الجَارْ قَبْل الدَار

Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!

قُول كْلَام الخَيْر ولَا سْكُت خَيْر

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen weißt, sage überhaupt nichts

سَرْ ثْنِين يَعَرْفُوه أَلْفِينْ

Durch Sagen und Weitersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen

يْغَطِي الشَّمْس بَلْغُربَال

Wolken bedecken wohl – und vernichten doch nie die Sonne

كْلَام الَّليْل مَدْهٌون بَالزَّبْدَة كِي يَطْلع عْلِيه النْهَار ْيسِيح

Was in der Nacht geredet wurde, wischt der Tag aus

أَليِ عَيْنُو في لْغزَال ْيبَكَرْلُو

Wer gelehrt werden will, muss früh aufstehen

مَشِ كُلْ خْضَرْ حْشِيشْ وَمشِ كُل أَلي َيبْرق ذْهَبْ

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

زَاوَشْ فِي يَد ولاَّ زُوج في شَجرة

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

إِذَا كَانْ الكْلَام مَنْ فَضَّة فَالسُّكُوت مِنْ ذَهَبْ

Reden ist Silber, schweigen ist Gold

لَعمَش في بْلَاد العَمْيِين سُلطَان

Im Königreich der Blinden ist der Einäugige König

يَد وَحْدَة ما تْصَفَق

Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren

سَالْ مْجَرب و لَا تْسَال طْبِيب

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

أَلِي في حَجْرو الَبيض ما يْصَارعش

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst

سْمَع لَلْكلام أَلِي يْبَكِيكْ و مَتسمَعْش لَلْكلام أَلي يْضَحْكَك

Ich höre gern, was du sagst, weil du nicht sagst, was ich gern höre

ما يَبقى فَالْواد غِي حْجَارُو

Wasser verrinnt, Steine bleiben

مَنْ لَا يَدري و لَا يَدري أنَّه لا يدري، فذلك جاهل فأرفُضوه

Wer nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß, ist ein Narr - Scheue ihn

مَنْ لا يدري ويدري أنَّه لا يَدري، فذلك مُسترشد فأرشِدُوه

Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, ist ein Kind. - Lehre ihn

مَنْ يَدري ولا يَدْري أنه يَدْري، فذلك نَائِم فأَيقِظُوه

Wer weiß und nicht weiß, dass er weiß, schläft. - Wecke ihn

مَنْ يَدري ويَدري أنَّهُ يَدري، فذلك عَالِمٌ فأَتَّبِعُوه

Wer weiß und weiß, dass er weiß, ist ein Weiser. - Folge ihm

ألِّي ما ذاقْ المُرْ ما يَعْرَفْ قِيمَة لَحْلُو

Wer nicht bitter gekostet hat, weiß nicht, was süß ist

وَرِّيلِي شْكُون صَاحْبَكْ نْقُولْ لَكْ شْكُونْ انْت

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sage dir, wer du bist

المْعَاوْنَة تَغْلَبْ السْبَعْ

Zusammen sind wir stark!

صَاحْبَكْ إِلاَّ صَاحْبَكْ فَالشَّدَّة أمَّا النَّاسْ لُخْرَى كُلْهُمْ بَعْرُوضْهُم

Freunde in der Not, gehen Wölfe auf ein Lot

ضْرَبْنِي و ابْكَى، اسْبَقْنِي و اشْتْكَى

Sich geschlagen geben erspart Schläge

يَفْنَى مَالْ الجَدِّينْ و تَبْقَى حَرْفَة اليَدِّينْ

Handwerk hat goldenen Boden

Kategorie: Städte

  • Algier, die weiße Stadt, ist die Hauptstadt Algeriens und zugleich die namensgebende Stadt des Landes. Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt.Mit rund drei Millionen Einwohnern ist diese Hauptstadt zugleich auch die größte Stadt des Landes.

    Weiterlesen...
     
  • Die Stadt liegt im Osten des Landes in einer hügeligen Landschaft in mehr als 600 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 60 km südlich des Mittelmeers. Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. 

    Weiterlesen...
     
  • Tlemcen (arabisch, Tilimsan; bei Leo Africanus auch Telensin) ist eine Stadt im westlichen Algerien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ibn Khaldun bezeichnet sie als das Zentrum des mittleren Maghreb. 

    Weiterlesen...
     
  • Oran ist mit rund 1.281.000 Einwohnern (Schätzung 2006) die zweitgrößte Stadt Algeriens. Diese Küstenstadt ist in Algerien vor allem als Industriestadt bekannt und für die Wirtschaft des Landes bedeutend. 

    Weiterlesen...

Machen Sie mit!

Wir bieten hier laufend spannende und aktuelle Themen rund

um Algerien. Ebenso können Sie uns Themen vorschlagen,

die Sie mit dem Netzwerk teilen möchten. Wir nehmen gerne

Beitragsvorschläge  entgegen. Auch Sie können aktiv dazu

beitragen, indem Sie uns Beiträge schicken. Wir freuen uns über

Ihre Unterstützung und sind für Hinweise und Anregungen dankbar!

Sie können uns auch eine Email schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!