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Bergfestung Beni Hammad - Weltkulturerbe.

Die Al Qala von Beni Hammad sind die Ruinen einer Bergfestung in Algerien und befinden sich in ungefähr 1000m Höhe. Sie gehören seit 1980 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Al Qal'a Beni Hammad ist der arabische Name dieser Festung und Ruinenstadt.

Minztee - eine lange maghrebinische Teekultur

Teetrinken war und ist eines der wichtigsten Rituale in den Ländern des Maghreb, insbesondere bei den Nomaden in der Wüste. Um ein Tee zuzubereiten braucht man drei Dinge sagen die Nomaden: die Zeit, die Glut und natürlich die Freunde... das dritte Glas ist süß, lieblich und "geheimnisvoll wie die Liebe"...

Das Geheimnis der Mutter - Malika Mokeddem

Ausgelöscht aus ihrer Erinnerung hat Selma, die Protagonistin, einen Kindsmord, den sie als junges Mädchen heimlich mit ansah. Begangen hat ihn ihre eigene Mutter. Als junge Erwachsene verlässt Selma Algerien, ihr Land, ihre Kultur, ihre Familie, um sich in Frankreich ihren Traum zu verwirklichen...

Hiziya, ein sinnbildliches Lied und Gedicht - Abdelhamid Ababsa.

Die Liebesgeschichte von Hiziya und Said aus Algerien, in der Liebe, Leidenschaft und tragische Schicksale zusammentreffen. Sie wurde nach dem Tod von Hiziya im Jahr 1875 im Alter von 23 Jahren berühmt. Das Lied "Hiziya" wurde ursprünglich von Abdelhamid Ababsa interpretiert.

Die Rückkehr der sterblichen Überreste von Emir Abd El-Kader.

Hier sind einige Bilder, den man sonst nicht oft zu sehen bekommt. Archivbilder von Algerien im vierten Jahr (1966) seiner Unabhängigkeit, die den Transfer der Überreste von Emir Abd El-Kader von Damaskus nach Algier zeigen. Der Emir Abd El-Kader war das Symbol ..

Weisheit des Tages

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Albert Einstein

Taos Amrouche, (* 1913 in Tunis - † 1976 in Frankreich), ist eine  algerische Schriftstellerin, Dichterin und Sängerin. Sie studierte in Tunis und Paris und widmete ihr Leben dem Zusammentragen kabylischer Volkspoesie.

Sie arbeitete beim französischen Rundfunk als Redakteurin für kabylische Sendungen. Wie auch ihr Bruder Jean Amrouche (der berühmte algerische Dichter - „Lieder von der verlorenen Heimat")  hat sie sich - teilweise mit ihm zusammen - der Übertragung algerischer oraler Literatur gewidmet. V.a. auch als Sängerin erlangte sie Berühmtheit und Anerkennung,so hat sie beispielsweise 1966 beim legendären Festival mondial des Arts nègres (Weltfestival der Negerkünste) in Dakar gesungen.

Die Zauberkugel von Taos Amrouche, eine kabylische Anthologie

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.1998
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.1998
  • Verlag : Kinzelbach, Donata
  • ISBN: 9783927069480
  • Fester Einband: 189 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Taos Anrouches Anthologie vereint im Schmelztiegel das kabylische Volksgut, das Taos Amrouche mit tiefer Überzeugung und großem Talent verteidigt. Ihr gebührt unser Dank für einen der seltenen großartigen Momente der Wahrheit, für ein Buch, das das verfolgt, was Paul Eluard “poésie ininterrompue” nannte. (Jeune Afrique)

Taos Amrouche gebührt Anerkennung dafür, daß sie uns die wunderbaren Texte gegeben hat. Sie stellen eine Lektion in Sachen Literatur dar und legen Zeugnis ab, was die Zauberkugel einer Kultur, einer Poesie, einer Rasse sein kann, die es weiterzuvermitteln gilt. (Le Monde)

Taos Amrouche, die für die Publikation ihrer Texte auf ihre unterschiedlichen kabylischen und chrsitlichen Vornamen zurückgriff, nannte ihre autobiographische Romanantriologie Moisson de l'exil. Im ersten Band Jacinthe noire (1947) erleidet ein streng traditionell erzogenes tunesisches Mädchen in einem französischen Mädcheninternat den Konflikt zwischen den französischen Wertvorstellungen und Normen und denen seiner Eigenkultur. 1968 erschien postum die Autobiographie ihrer Mutter Fadhma Ait Mansour Amrouche Hitoire de ma vie, ein Zeugnis von Leben und den traditionellen Sozialstrukturen in der großen Kabylei, die sich unter dem Einfluss der Kolonisierung rapide wandelten. Fadhma Amrouche, als uneheliches Kind in die Dorfgemeinschaft hineingeboren, entfremdet sich dieser durch ihre Erziehung. Sie wird Christin, heiratet ebenfalls einen christianisierten Kabylen, so dass die Familie ins Exil nach Tunesien getrieben wird, wo 1913 Taos geboren wurde.
Marginalisiert und sich nirgends zu Hause fühlend erscheinen die Heldinnen der beiden folgenden Romane von Taos Rue des taambourins (1972) und L'amant imaginaire (1975). Dieses Schicksal war in Algerien auch ihrer Literatur beschrieben ähnlich wie der Autobiographie ihrer Mutter, jedoch wuchs seit den 90er Jahren die Akzeptanz für die so produktive, zwischen den Nationalitäten, Ethnien und Religionen stehende Familie, Amrouches vierter Roman, Solitude ma mère, der ebenfalls das Exl in den Mittelpunkt stellt, in diesem Kontext 1995 erst postum veröffentlicht.

Parallel zu ihrer literarischen Karriere beschäftigte sie sich mit dem umfangreichen amazighischen Liedgut, das sie von ihrer Mutter übernommen hatte. Diese Texte wurden auch von ihrem Bruder Jean übersetzt. Ausgestattet mit einer außergewöhnlichen Stimme, sang sie auf vielen Bühnen wie dem Festival des Arts Nègres im Jahr 1966. Nur Algerien verweigerte ihr die Ehre und lud sie nicht auf das Festival culturel panafricain d’Algier im Jahr 1969 ein. Sie ging trotzdem zu den Schülern von Algier, um vor ihnen zu singen.

Taos Amrouche beteiligte sich mit Rahmani Abdelkader, Mohand Said Hanouz, Naroun Amar, Khelifati Med Amokrane, Marguerite Taous Amrouche und anderen jungen kabylischen Intelektuellen an der Gründung der Académie berbère in Paris im Jahr 1966. Zwölf Jare später wurde die Academie aufgrund des Drucks der algerischen Regierung auf Frankreich geschlossen. Verheiratet war Taos Amrouche mit dem französischen Malers André Bourdil. Quelle: wikipedia.org{jcomments on}

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

Sprüche & Weisheiten

اَللَي مَا لْحَقشْ لَلْعنَبْ يَقُول حَامَضْ

Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer

شْرِي الجَارْ قَبْل الدَار

Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!

قُول كْلَام الخَيْر ولَا سْكُت خَيْر

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen weißt, sage überhaupt nichts

سَرْ ثْنِين يَعَرْفُوه أَلْفِينْ

Durch Sagen und Weitersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen

يْغَطِي الشَّمْس بَلْغُربَال

Wolken bedecken wohl – und vernichten doch nie die Sonne

كْلَام الَّليْل مَدْهٌون بَالزَّبْدَة كِي يَطْلع عْلِيه النْهَار ْيسِيح

Was in der Nacht geredet wurde, wischt der Tag aus

أَليِ عَيْنُو في لْغزَال ْيبَكَرْلُو

Wer gelehrt werden will, muss früh aufstehen

مَشِ كُلْ خْضَرْ حْشِيشْ وَمشِ كُل أَلي َيبْرق ذْهَبْ

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

زَاوَشْ فِي يَد ولاَّ زُوج في شَجرة

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

إِذَا كَانْ الكْلَام مَنْ فَضَّة فَالسُّكُوت مِنْ ذَهَبْ

Reden ist Silber, schweigen ist Gold

لَعمَش في بْلَاد العَمْيِين سُلطَان

Im Königreich der Blinden ist der Einäugige König

يَد وَحْدَة ما تْصَفَق

Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren

سَالْ مْجَرب و لَا تْسَال طْبِيب

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

أَلِي في حَجْرو الَبيض ما يْصَارعش

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst

سْمَع لَلْكلام أَلِي يْبَكِيكْ و مَتسمَعْش لَلْكلام أَلي يْضَحْكَك

Ich höre gern, was du sagst, weil du nicht sagst, was ich gern höre

ما يَبقى فَالْواد غِي حْجَارُو

Wasser verrinnt, Steine bleiben

مَنْ لَا يَدري و لَا يَدري أنَّه لا يدري، فذلك جاهل فأرفُضوه

Wer nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß, ist ein Narr - Scheue ihn

مَنْ لا يدري ويدري أنَّه لا يَدري، فذلك مُسترشد فأرشِدُوه

Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, ist ein Kind. - Lehre ihn

مَنْ يَدري ولا يَدْري أنه يَدْري، فذلك نَائِم فأَيقِظُوه

Wer weiß und nicht weiß, dass er weiß, schläft. - Wecke ihn

مَنْ يَدري ويَدري أنَّهُ يَدري، فذلك عَالِمٌ فأَتَّبِعُوه

Wer weiß und weiß, dass er weiß, ist ein Weiser. - Folge ihm

ألِّي ما ذاقْ المُرْ ما يَعْرَفْ قِيمَة لَحْلُو

Wer nicht bitter gekostet hat, weiß nicht, was süß ist

وَرِّيلِي شْكُون صَاحْبَكْ نْقُولْ لَكْ شْكُونْ انْت

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sage dir, wer du bist

المْعَاوْنَة تَغْلَبْ السْبَعْ

Zusammen sind wir stark!

صَاحْبَكْ إِلاَّ صَاحْبَكْ فَالشَّدَّة أمَّا النَّاسْ لُخْرَى كُلْهُمْ بَعْرُوضْهُم

Freunde in der Not, gehen Wölfe auf ein Lot

ضْرَبْنِي و ابْكَى، اسْبَقْنِي و اشْتْكَى

Sich geschlagen geben erspart Schläge

يَفْنَى مَالْ الجَدِّينْ و تَبْقَى حَرْفَة اليَدِّينْ

Handwerk hat goldenen Boden

Kategorie: Städte

  • Tlemcen (arabisch, Tilimsan; bei Leo Africanus auch Telensin) ist eine Stadt im westlichen Algerien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ibn Khaldun bezeichnet sie als das Zentrum des mittleren Maghreb. 

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  • Die Stadt liegt im Osten des Landes in einer hügeligen Landschaft in mehr als 600 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 60 km südlich des Mittelmeers. Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. 

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  • Algier, die weiße Stadt, ist die Hauptstadt Algeriens und zugleich die namensgebende Stadt des Landes. Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt.Mit rund drei Millionen Einwohnern ist diese Hauptstadt zugleich auch die größte Stadt des Landes.

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  • Oran ist mit rund 1.281.000 Einwohnern (Schätzung 2006) die zweitgrößte Stadt Algeriens. Diese Küstenstadt ist in Algerien vor allem als Industriestadt bekannt und für die Wirtschaft des Landes bedeutend. 

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