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Fantasia - eine jahrhundertelange reiterliche Tradition.

Die Fantasia ist eine jahrhundertelange reiterliche Tradition und Teil der aktuellen Identität der Länder des Maghreb. Sie steht in Verbindung mit der glorreichen kriegerischen Vergangenheit. Es gibt Fantasias, seit die Stämme Nordafrikas Kriegszüge auf Pferden durchführten.

Karentika - ein äußerst begehrtes Gericht aus Westlagerien

Karentika (ähnlich wie Farinata) ist ein äußerst begehrtes Gericht aus Westlagerien. Es ist günstig, nahrhaft, lecker und kann schnell zubereitet werden. Karentika ist eine Art Auflauf aus Kichererbsenmehl und zählt zu den günstigsten Gerichte Algeriens, das sich wirklich jedermann leisten kann.

Die Suche nach den Gebeinen - Tahar Djaout

Mitten in die Siegesfeier platzt der Befehl zum Aufbruch. Wer einen Verwandten in der Widerstandsbewegung hatte, soll sich auf die Suche nach dessen sterblichen Überresten machen. Auch der 14-jährige Erzähler zieht mit einem Esel und einem Alten aus dem Dorf los.

Hiziya, ein sinnbildliches Lied und Gedicht - Abdelhamid Ababsa.

Die Liebesgeschichte von Hiziya und Said aus Algerien, in der Liebe, Leidenschaft und tragische Schicksale zusammentreffen. Sie wurde nach dem Tod von Hiziya im Jahr 1875 im Alter von 23 Jahren berühmt. Das Lied "Hiziya" wurde ursprünglich von Abdelhamid Ababsa interpretiert.

Algerische Nachfahren aus Neukaledonien.

Es ist sehr rührend die algerischen Nachfahren aus Neukaledonien weinend und sich sehnend über ihre Vorfahren redend zu sehen. Beim Aufstand von El Mokrani und Scheich Ahaddad gegen 1871 in Algerien haben die Franzosen Menschen nach Neukaledonien deportiert.

Weisheit des Tages

Wenn du dich durch jeden Hund aufhalten läßt, der dich auf deinem Weg anbellt, wirst du nie ans Ziel kommen. Arabische Weisheit

Kateb Yacine (* 6. August 1929 in Constantine/Algerien; † 28. Oktober 1989 in Tronche bei Grenoble/Frankreich) war ein algerischer Poet, Journalist und Autor. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der modernen maghrebinischen Literatur in französischer Sprache trotz seines nicht allzu umfangreichen literarischen Werkes.

Das Aufbegehren gegen die französische Kolonialmacht, die Integration in das koloniale System, Identitätssuche zwischen Tradition, Moderne und Kulturenvielfalt – die persönlichen Konflikte der Figuren in der Literatur Yacines spiegeln die Gesellschaft im kolonialen und postkolonialen Algerien wider. Auch Gefühle wie Fremdheit und Entfremdung sind in Yacines Literatur zentrale Themen. Der Literat schrieb zunächst in der Sprache der Besatzer um Algeriern im Ausland eine Stimme zu geben: Yacine nannte das Französische die „Kriegsbeute“ der Algerier.

Kateb Yacine, Nedschma - Roman. Suhrkamp Verlag 1963. 

Aus dem Französischen von Walter Maria Guggenheimer. 

Zum Erscheinen der deutschen Übersetzung schrieb Dieter E. Zimmer in der Zeit: »Zugänglich? Es ist ein Roman voller Rätsel und selbst für einen an Faulkner geschulten Leser nicht leicht zu bewältigen. Lohn aber für die Mühen ist nicht nur, Algerien gleichsam von innen kennenzulernen. Das geschieht beiläufig. Doch weniger aus politischem oder einfach exotischem Interesse liest man einen Roman weiter, der es seinem Leser gewiß nicht leicht macht, sondern weil man bald spürt, daß man es mit einem Werk von nicht alltäglichem Rang zu tun hat.«

Der Roman Nedjma gilt als eines der wichtigsten Werke Yacines. Die deutsche Übersetzung des Romans ist unter dem Titel Nedschma von Walter Maria Guggenheimer erschienen. Der Roman, erstmals 1956 in Paris publiziert, wurde kurze Zeit später von der Zeitung „Die Welt“ zur „literarischen Sensation“ erklärt. Die Handlung spielt in Algerien: Alle vier Protagonisten lieben Nedjma, Tochter einer Französin und eines arabischen Scheichs. Laut Yacine soll Nedjma real existiert haben und wie im Roman eine unglücklich mit ihrem Bruder verheiratete Frau gewesen sein. Im Roman ist Nedjma auch die Projektion sexueller Fantasien und eines ungestillten Verlangens. Allegorisch scheint die Figur einerseits für „die unersättliche Französin“ – also für kulturelle Fremdheit und koloniale Ausbeutung zu stehen. Andererseits repräsentiert Nedjma ein gesellschaftlich zerrüttetes Algerien ˗ die Rivalität der vier Männer steht dabei symbolisch für die verschiedenen Parteien, die mit den unterschiedlichsten Mitteln den Kampf gegen ein kolonialisiertes Algerien kämpfen.

Mit seinem Roman „Nedjma“ (1956) erregt er großes Aufsehen und läutet eine Art literarischer Revolution ein. Obwohl er zunächst bei der französischen Schriftsprache bleibt, stellt Kateb sich mit „Nedjma“ als erster algerischer Schriftsteller ganz offensichtlich der kulturellen Kolonialisierung entgegen, indem er die traditionelle europäische Form des Romans ablehnt und stattdessen eine nicht-chronologische, zyklische und polyphone Schreibweise wählt. Darüber hinaus klagt Kateb unmissverständlich den Umgang der Kolonialmacht mit der algerischen Bevölkerung an und verweist auf die Folgen der Kolonialisierung für die algerische Gesellschaft und Kultur – dies nicht etwa aus der Retrospektive, wie es zahlreiche Schriftsteller tun werden, sondern gleichsam mitten im Geschehen, denn der algerische Unabhängigkeitskrieg ist in vollem Gange, als der Roman publiziert wird.

Auch Yacine engagierte sich für die Freiheit Algeriens: 1945 nahm er als 16-Jähriger an der Demonstration in Sétif teil. Die Aufständischen in der Heimatstadt des Autors forderten die Unabhängigkeit des Landes. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und forderte 45.000 Tote. Yacine kam vier Monate in Haft und emigrierte wenig später nach Frankreich. In Paris traf er Brecht, Camus und Sartre. 1954 musste er Frankreich aufgrund seiner kritischen Haltung im Kontext des beginnenden Algerienkrieges verlassen und lebte seitdem in verschiedenen Ländern.{jcomments on}

Neben der politischen Aussagekraft ist auch die Ästhetik seiner Literatur revolutionär: Sie bewegt sich zwischen westlichen Literaturformen und traditionellen Mythen. Unter Wissenschaftlern galt die Literatur von Yacine lange als schwer zugänglich: Man müsse sie erahnen, könne sich ihr aber nicht rational nähern. Nach dem Unabhängigkeitskrieg kehrte Yacine in sein Land zurück und gründete eine Theatergruppe, mit der er durch das Land reiste und Theaterstücke auf Arabisch aufführte. Die Idee dahinter: Ein Theater à la Brecht mit dem Ziel, Traditionen im postkolonialen Algerien wiederzubeleben und kritischen Stimmen einen Raum zu geben.

1989 starb Kateb Yacine in Frankreich an Leukämie. Zwei Jahre zuvor wurde ihm in Frankreich der Grand prix national des Lettres verliehen. Quelle: wikipedia.org, migazin.de

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

Sprüche & Weisheiten

اَللَي مَا لْحَقشْ لَلْعنَبْ يَقُول حَامَضْ

Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer

شْرِي الجَارْ قَبْل الدَار

Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!

قُول كْلَام الخَيْر ولَا سْكُت خَيْر

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen weißt, sage überhaupt nichts

سَرْ ثْنِين يَعَرْفُوه أَلْفِينْ

Durch Sagen und Weitersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen

يْغَطِي الشَّمْس بَلْغُربَال

Wolken bedecken wohl – und vernichten doch nie die Sonne

كْلَام الَّليْل مَدْهٌون بَالزَّبْدَة كِي يَطْلع عْلِيه النْهَار ْيسِيح

Was in der Nacht geredet wurde, wischt der Tag aus

أَليِ عَيْنُو في لْغزَال ْيبَكَرْلُو

Wer gelehrt werden will, muss früh aufstehen

مَشِ كُلْ خْضَرْ حْشِيشْ وَمشِ كُل أَلي َيبْرق ذْهَبْ

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

زَاوَشْ فِي يَد ولاَّ زُوج في شَجرة

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

إِذَا كَانْ الكْلَام مَنْ فَضَّة فَالسُّكُوت مِنْ ذَهَبْ

Reden ist Silber, schweigen ist Gold

لَعمَش في بْلَاد العَمْيِين سُلطَان

Im Königreich der Blinden ist der Einäugige König

يَد وَحْدَة ما تْصَفَق

Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren

سَالْ مْجَرب و لَا تْسَال طْبِيب

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

أَلِي في حَجْرو الَبيض ما يْصَارعش

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst

سْمَع لَلْكلام أَلِي يْبَكِيكْ و مَتسمَعْش لَلْكلام أَلي يْضَحْكَك

Ich höre gern, was du sagst, weil du nicht sagst, was ich gern höre

ما يَبقى فَالْواد غِي حْجَارُو

Wasser verrinnt, Steine bleiben

مَنْ لَا يَدري و لَا يَدري أنَّه لا يدري، فذلك جاهل فأرفُضوه

Wer nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß, ist ein Narr - Scheue ihn

مَنْ لا يدري ويدري أنَّه لا يَدري، فذلك مُسترشد فأرشِدُوه

Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, ist ein Kind. - Lehre ihn

مَنْ يَدري ولا يَدْري أنه يَدْري، فذلك نَائِم فأَيقِظُوه

Wer weiß und nicht weiß, dass er weiß, schläft. - Wecke ihn

مَنْ يَدري ويَدري أنَّهُ يَدري، فذلك عَالِمٌ فأَتَّبِعُوه

Wer weiß und weiß, dass er weiß, ist ein Weiser. - Folge ihm

ألِّي ما ذاقْ المُرْ ما يَعْرَفْ قِيمَة لَحْلُو

Wer nicht bitter gekostet hat, weiß nicht, was süß ist

وَرِّيلِي شْكُون صَاحْبَكْ نْقُولْ لَكْ شْكُونْ انْت

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sage dir, wer du bist

المْعَاوْنَة تَغْلَبْ السْبَعْ

Zusammen sind wir stark!

صَاحْبَكْ إِلاَّ صَاحْبَكْ فَالشَّدَّة أمَّا النَّاسْ لُخْرَى كُلْهُمْ بَعْرُوضْهُم

Freunde in der Not, gehen Wölfe auf ein Lot

ضْرَبْنِي و ابْكَى، اسْبَقْنِي و اشْتْكَى

Sich geschlagen geben erspart Schläge

يَفْنَى مَالْ الجَدِّينْ و تَبْقَى حَرْفَة اليَدِّينْ

Handwerk hat goldenen Boden

Kategorie: Städte

  • Die Stadt liegt im Osten des Landes in einer hügeligen Landschaft in mehr als 600 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 60 km südlich des Mittelmeers. Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. 

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  • Tlemcen (arabisch, Tilimsan; bei Leo Africanus auch Telensin) ist eine Stadt im westlichen Algerien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ibn Khaldun bezeichnet sie als das Zentrum des mittleren Maghreb. 

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  • Oran ist mit rund 1.281.000 Einwohnern (Schätzung 2006) die zweitgrößte Stadt Algeriens. Diese Küstenstadt ist in Algerien vor allem als Industriestadt bekannt und für die Wirtschaft des Landes bedeutend. 

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  • Algier, die weiße Stadt, ist die Hauptstadt Algeriens und zugleich die namensgebende Stadt des Landes. Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt.Mit rund drei Millionen Einwohnern ist diese Hauptstadt zugleich auch die größte Stadt des Landes.

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