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Fantasia - eine jahrhundertelange reiterliche Tradition.

Die Fantasia ist eine jahrhundertelange reiterliche Tradition und Teil der aktuellen Identität der Länder des Maghreb. Sie steht in Verbindung mit der glorreichen kriegerischen Vergangenheit. Es gibt Fantasias, seit die Stämme Nordafrikas Kriegszüge auf Pferden durchführten.

Ras el Hanout - der König der Gewürze

Ras el Hanout ist die Gewürzmischung des Maghreb und verleiht vielen herzhaften Gerichten eine unvergleichlich maghrebinische Note. Diese Gewürzmischung bestehend aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen, sorgt dafür, dass die Nationalgerichte des Maghreb wie Tajine, ...

Algerien, ein Land holt auf!

Algerien ist das flächenmäßig größte Land Afrikas, es ist der wichtigste Energielieferant Südeuropas und es liegt nur wenige Flugstunden von uns entfernt - und dennoch bleibt dieses Land von der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland - und in Europa insgesamt - weitgehend ausgeklammert.

Yahyaw Oulad Bladi Tahyaw Bnat Bladi- Rabah Driassa.

Rabah Driassa ist ein algerischer Sänger und er ist bekannt als Interpret volkstümlicher Lieder über Vaterlandsliebe der sechziger bis achtziger Jahre. Zu seinen bekanntesten Liedern gehören Hizia, Nejma Kotbia, Ya Goumri, El Aouama, Rachda, Ana Djazairi und Yahya Oulad Bladi, die Meisterwerke seiner Zeit sind.

Echappées Belles - Südalgerien.

Von Tamanrassat bis zum Nationalpark Ahaggar über die Hochebenen von Assekrem wird eine wüstenartige und fabelhafte Landschaft von Südalgerien sowie die Lebensweise der Tuareg (auch die blauen Ritter der Wüste genannt) gezeigt...

Weisheit des Tages

Wir segeln in verschiedenen Richtungen über den Ozean des Lebens; die Vernunft ist die Karte, die Leidenschaft der Wind.  Deutsche Weisheit

Mohammed Arkoun, (*1928 in Taourirt-Mimoun Kabylei - ✝14.09.2010 in Paris), ist ein algerischer Philosoph und Begründer der "Kritik der Islamischen Vernunft". Er galt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Denker der islamischen Welt. 

Er war emeritierter Professor für die Geschichte des islamischen Denkens an der Pariser Sorbonne. Gegenwärtig befasst er sich mit einer Untersuchung zu historischen, politischen und kulturellen Aspekten des Mittelmeerraums und des Maghreb.  

Von 1961 bis 1991 unterrichtete er an der Sorbonne in Paris Arabisch. Professor an den Universitäten von Princeton, USA und Amsterdam, Niederlande. Herausgeber der Zeitschrift für arabische Studien „Arabica“. Mehrere veröffentlichte Werke zum arabisch-islamischen Denken. .{jcomments on}

Weitere Artikel über Mohammed Arkoun:
* Ursula Günther
*arte.tv
*ursprung-origin.de
*zeit.de
*qantara.de 
*berliner-zeitung.de
*ibn-rushd.org



Zur Biographie Arkouns:

Mohammed Arkoun, wurde 1928 in Taourit Mimoun in der Großen Kabylei in Algerien als Sohn einer Berberfamilie geboren und zieht im Alter von neun Jahren mit seinem Vater in ein wohlhabendes Dorf bei Oran, in dem französische Siedler leben. Dieser Ortswechsel ist ein Schock für Arkoun.
Es wird ihm bewusst, dass er als Berber einer Minderheit angehört und nicht den Status und die Rechte der Araber besitzt. Auch muss er nun Arabisch und Französisch erlernen, um sich verständigen zu können.
Durch seinen Onkel, der dem mystischen Islam sehr verbunden ist und der ihm eine gute Ausbildung verschafft, wird Arkoun stark beeinflusst. So erklären sich Arkouns Verständnis vom Einfluss der Religion auf die Menschen und seine Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf den Volksislam und den Sufismus.
Einerseits macht der Onkel ihn mit den Grundlagen des Korans und des Islam vertraut, andererseits begleitet er ihn und seinen Vater zu den religiösen Versammlungen, die Bestandteil des dörflichen Alltags sind. Die finanzielle Lage der Familie erlaubt es Arkoun jedoch nicht, seine schulische Ausbildung in der Hauptstadt fortzusetzen.
So besucht er von 1941 bis 1945 zunächst eine Schule im Nachbarort, die von Mönchen geleitet wird. Diese Zeit beschreibt Arkoun als Entdeckung der lateinischen Kultur und Literatur, in der er die Kirchenväter Augustinus, Cyprianus, Tertullian und christlichen Werte, insbesondere die Nächstenliebe, kennen lernt.
Von 1950 bis 1954 studiert er in Algier arabische Literatur, er beschäftigt sich jedoch auch mit Jura, Philosophie, Geografie und besonders mit arabischer Philosophie - in der Hoffnung, in Paris studieren zu können. Mitte der Fünfzigerjahre schreibt sich Arkoun an der Sorbonne ein. In dieser Zeit des "Aufbruchs" beschäftigt er sich wie viele andere seiner Generation mit den Interessen der Dritten Welt, der Suche nach einem "Dritten Weg" und dem wachsenden politischen Bewusstsein dieser Länder, beeinflusst durch die Schriften Frantz Fanons. Die Befreiung Algeriens und die Regierung Boumédiennes bereitet den Hoffnungen Arkouns und seiner Generation jedoch ein jähes Ende.
Auch die Folgezeit in Frankreich gestaltet sich schwierig für Arkoun. Wie andere muslimische Intellektuelle, die sich die europäischen Methoden der Wissenschaft angeeignet haben, ist er in Europa unerwünscht. Er gilt als jemand, der die europäische Moderne ablehnt und Europa feindlich gegenüber steht. In seiner Heimat ist er ebenfalls nicht erwünscht, da er als Vertreter des imperialistischen Westens und der europäischen Kultur, ihrer Methoden und ihrer liberalen und feindseligen Publikationen gilt.
1971 erhält Arkoun an der Sorbonne eine Anstellung als Professor für "Islamische Ideengeschichte" und ist seit 1993 Gastprofessor an zahlreichen Universitäten und Forschungsinstituten, vor allem am "Institute of Ismaili Studies" in London. 1999 schließlich gründet er in Paris das "Institut d'Études des Sociétés Musulmanes", für das er sich bereits seit 1970 eingesetzt hatte.

Arkouns Kritik der islamischen Vernunft
Nach Arkoun hat die Entwicklung des islamischen Denkens seit dem 13. Jahrhundert zu einer Inflation von Dingen geführt, über die zu denken unmöglich ist. Das heutige Ergebnis seien erstarrtes Denken und festgefahrene Überzeugungen, die eine Kritik notwendig machten.
In seinem zentralen Werk "Pour une critique de la raison islamique" versucht Arkoun daher, die islamische Legitimation durch seine eigene Quellendeutung aufzubrechen. Er stützt sich dabei auf die Wurzeln der Religion und der islamischen Rechtsprechung, deren Gesetze in Bezug auf Analyse, Interpretation, Forschung und Deduktion bis heute trotz der veränderten historischen und gesellschaftlichen Tatsachen als unfehlbar und unantastbar angesehen werden.
Arkoun negiert diese Gesetzgebung jedoch nicht, sondern er strebt nach einer modernen Auslegung, für die er zwei dringliche Notwendigkeiten sieht: Die Kompensation des Vakuums in Führung und Legitimation der Nationalstaaten, die nach der Unabhängigkeit gegründet wurden einerseits, und die Bekämpfung des Bevölkerungswachstums andererseits, das nach Arkoun einhergehe mit politischer Romantik und Gesetzen, die Arbeitslosigkeit, Frustration, Armut und die Entstehung sozialer Randgruppen begünstigten.
Nach Ansicht Arkouns greifen die Menschen in dieser Situation auf ihr kulturelles Erbe, ihre Religion und Tradition zurück, und werden dabei durch muslimische Wissenschaftler unterstützt, die nicht müde werden, das "Goldene Zeitalter" des Islam hochleben zu lassen, ohne sich mit der Zeit des "Niedergangs", die der Moderne voranging, auseinander zu setzen.
Tatsächlich sei die islamische Vernunft aber seit Jahrhunderten durch intellektuelle Ohnmacht, schablonenhaftes Denken und Trägheit bestimmt, die letztlich zu einer Abschaffung jeglicher Freiräume für Kritik geführt hätten. Mit seiner "Kritik an der islamischen Vernunft" verfolgt Arkoun schließlich das Ziel, den Islam mutig und kompromisslos auf alle fehlerhaften Erkenntnisse, Legenden, Parolen und Visionen zu untersuchen, ohne dabei herablassend zu sein. Aufgrund dieser Analyse könne eine Synthese erfolgen, die ein alternatives Denken im Gegensatz zum bisherigen islamischen Denken möglich mache. Quelle - http://de.qantara.de

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

Sprüche & Weisheiten

اَللَي مَا لْحَقشْ لَلْعنَبْ يَقُول حَامَضْ

Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer

شْرِي الجَارْ قَبْل الدَار

Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!

قُول كْلَام الخَيْر ولَا سْكُت خَيْر

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen weißt, sage überhaupt nichts

سَرْ ثْنِين يَعَرْفُوه أَلْفِينْ

Durch Sagen und Weitersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen

يْغَطِي الشَّمْس بَلْغُربَال

Wolken bedecken wohl – und vernichten doch nie die Sonne

كْلَام الَّليْل مَدْهٌون بَالزَّبْدَة كِي يَطْلع عْلِيه النْهَار ْيسِيح

Was in der Nacht geredet wurde, wischt der Tag aus

أَليِ عَيْنُو في لْغزَال ْيبَكَرْلُو

Wer gelehrt werden will, muss früh aufstehen

مَشِ كُلْ خْضَرْ حْشِيشْ وَمشِ كُل أَلي َيبْرق ذْهَبْ

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

زَاوَشْ فِي يَد ولاَّ زُوج في شَجرة

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

إِذَا كَانْ الكْلَام مَنْ فَضَّة فَالسُّكُوت مِنْ ذَهَبْ

Reden ist Silber, schweigen ist Gold

لَعمَش في بْلَاد العَمْيِين سُلطَان

Im Königreich der Blinden ist der Einäugige König

يَد وَحْدَة ما تْصَفَق

Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren

سَالْ مْجَرب و لَا تْسَال طْبِيب

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

أَلِي في حَجْرو الَبيض ما يْصَارعش

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst

سْمَع لَلْكلام أَلِي يْبَكِيكْ و مَتسمَعْش لَلْكلام أَلي يْضَحْكَك

Ich höre gern, was du sagst, weil du nicht sagst, was ich gern höre

ما يَبقى فَالْواد غِي حْجَارُو

Wasser verrinnt, Steine bleiben

مَنْ لَا يَدري و لَا يَدري أنَّه لا يدري، فذلك جاهل فأرفُضوه

Wer nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß, ist ein Narr - Scheue ihn

مَنْ لا يدري ويدري أنَّه لا يَدري، فذلك مُسترشد فأرشِدُوه

Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, ist ein Kind. - Lehre ihn

مَنْ يَدري ولا يَدْري أنه يَدْري، فذلك نَائِم فأَيقِظُوه

Wer weiß und nicht weiß, dass er weiß, schläft. - Wecke ihn

مَنْ يَدري ويَدري أنَّهُ يَدري، فذلك عَالِمٌ فأَتَّبِعُوه

Wer weiß und weiß, dass er weiß, ist ein Weiser. - Folge ihm

ألِّي ما ذاقْ المُرْ ما يَعْرَفْ قِيمَة لَحْلُو

Wer nicht bitter gekostet hat, weiß nicht, was süß ist

وَرِّيلِي شْكُون صَاحْبَكْ نْقُولْ لَكْ شْكُونْ انْت

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sage dir, wer du bist

المْعَاوْنَة تَغْلَبْ السْبَعْ

Zusammen sind wir stark!

صَاحْبَكْ إِلاَّ صَاحْبَكْ فَالشَّدَّة أمَّا النَّاسْ لُخْرَى كُلْهُمْ بَعْرُوضْهُم

Freunde in der Not, gehen Wölfe auf ein Lot

ضْرَبْنِي و ابْكَى، اسْبَقْنِي و اشْتْكَى

Sich geschlagen geben erspart Schläge

يَفْنَى مَالْ الجَدِّينْ و تَبْقَى حَرْفَة اليَدِّينْ

Handwerk hat goldenen Boden

Kategorie: Städte

  • Die Stadt liegt im Osten des Landes in einer hügeligen Landschaft in mehr als 600 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 60 km südlich des Mittelmeers. Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. 

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  • Algier, die weiße Stadt, ist die Hauptstadt Algeriens und zugleich die namensgebende Stadt des Landes. Algier, die Hauptstadt Algeriens wird auch die weiße Perle am Mittelmeer genannt.Mit rund drei Millionen Einwohnern ist diese Hauptstadt zugleich auch die größte Stadt des Landes.

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  • Oran ist mit rund 1.281.000 Einwohnern (Schätzung 2006) die zweitgrößte Stadt Algeriens. Diese Küstenstadt ist in Algerien vor allem als Industriestadt bekannt und für die Wirtschaft des Landes bedeutend. 

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  • Tlemcen (arabisch, Tilimsan; bei Leo Africanus auch Telensin) ist eine Stadt im westlichen Algerien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ibn Khaldun bezeichnet sie als das Zentrum des mittleren Maghreb. 

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