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Römische Ruinen von Djemila - Weltkulturerbe.

Die Römischen Ruinen von Djemila sind die baulichen Überreste der antiken Stadt Cuicul in Algerien. Diese Ruinenstadt liegt in der Provinz Setif auf etwa 900 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt verfügte damals über ein Kapitol, ein Theater sowie über mehrere Thermen.

Harira - die Königin des Ramadan's Tisch

Harira oder Schorba ist die typische Ramadan Suppe im Maghreb. Sie ist sehr nahrhaft, wärmend und stärkend und ein sehr bedeutendes Mitglied des Ramadan's Tisch. Sie ist auch außerhalb des Ramadan ein Bestandteil ders Gastmahls.

Das Geheimnis der Mutter - Malika Mokeddem

Ausgelöscht aus ihrer Erinnerung hat Selma, die Protagonistin, einen Kindsmord, den sie als junges Mädchen heimlich mit ansah. Begangen hat ihn ihre eigene Mutter. Als junge Erwachsene verlässt Selma Algerien, ihr Land, ihre Kultur, ihre Familie, um sich in Frankreich ihren Traum zu verwirklichen...

Ya Rayeh - Dahmane El Harrachi.

“Ya Rayah“ wurde bereits im Jahr 1973 von Chaabi Sänger Dahmane El Harrachi geschrieben und aufgeführt. Gesungen wird der Song in einem arabisch-algerischer Dialekt. Im dem Lied handelt es um den immer wiederkehren Gedanken der ersten Generation von Migranten, an die Heimat in die sie zurückkehren wollen.

TV-Dokumentation - Algerien, Rückkehr zu den Quellen.

Von Algier nach Adrar über Biskra und Ghardaia nimmt Christine Oberdorff uns mit auf der Suche nach Wasserquellen in Algerien. Über mehr als 2000 Kilometer begibt sie sich auf eine lange Reise durch die Wüste.

Weisheit des Tages

Es gibt nichts auf dieser Welt, das schwierig ist. Es sind nur unsere Gedanken, die den Dingen den Anschein geben, sie seien schwierig. Arabische Weisheit

Es war vor lange Zeit, in der Stadt Córdoba, wo ein Kalif regierte. In dieser Zeit und in dieser Stadt lebten viele jüdische Familien. Manche waren beim Kalif im Hof eingestellt, als Übersetzer, Ärzte und Berater. Aber die meisten jüdischen Familien lebten am Rande der Stadt in armseligen Hütten und in großer Armut. 

Einer davon war Wasserträger. Tagein, tagaus schleppte er seine Last, aber sein Lohn reichte nur für ein Stück Brot. Gott hat ihn mit vielen Kindern gesegnet und die wenigen Bissen, die er an sie verteilte, konnten ihren Hunger nicht stillen. Er arbeitete noch mehr, aber der Hunger war und blieb ein ständiger Gast in seiner Hütte. Eines Tages, kurz vor Weihnachten, war ein Fest in der Stadt und nach einem schweren Arbeitstag sagte der Mann : "Mensch, ich möchte mal unter die Leute". In seiner Verzweiflung ging der Wasserträger auf den Markt. Er sah viele Farbe und es roch nach Zimt und Kardamom. Einen Moment blieb er stehen und mischte sich vor dem Stand des Bäckers unter die Leute. Er dachte an seine Kinder und als der Bäcker nicht hinsah, stahl er ein Brot und versteckte es unter seinem Umhang. Aber noch bevor er sich in Sicherheit bringen konnte, hatte der Bäcker den Diebstahl bemerkt und rief die Wache des Sultans herbei. Ehe er sich versah, war der Mann verurteilt und wurde zum Galgen geführt. „Hast du noch einen letzten Wunsch?“ fragten ihn die Soldaten. „Was könnte ich mir schon wünschen“, fragte er traurig. „Bald ist es um mich geschehen. Nur schade, dass ich mein Geheimnis mit ins Grab nehmen muss. Wenn der Sultan wüsste, was ich weiß, würde er mich sicher anhören.“ Die Soldaten blieben stehen und führten ihn zum Sultan. Vielleicht hatte er ja wirklich ein nützliches Geheimnis.

Als der Sultan erfuhr, dass der Mann, der auf dem Markt ein Brot gestohlen hatte, ein Geheimnis hatte, winkte er den Höflingen, sie allein zu lassen. „Nun“, sagte er, „wir sind allein. Sprich!“ „Mächtiger Sultan“, sagte der Mann, „Ich kenne das Geheimnis des Granatapfelbaums. Ich weiß, wie man seinen Samen pflanzt, damit er über Nacht ein Baum wird. Mein Vater hat mich diese Geheimnis gelehrt, und er hat es von seinen Vorvätern gelernt. Wenn du willst, kann ich dir meine Kunst vorführen.“Der Sultan besaß zwar viele Schätze, aber ein Wunder hätte er auch gerne zur Verfügung gehabt. Er befahl, dass sich zu einer bestimmten Stunde der ganze Hof im Garten versammelte. Der Wasserträger hob einen Grube aus, nahm einen Samenkern in die Hand und sprach: „Großer Sultan! Über Nacht wird aus diesem Samen ein Granatapfelbaum wachsen. Jedoch nur ein Mensch, der noch nie etwas gestohlen hat, darf den Samen in die Erde legen. Da ich selbst ein Dieb bin, darf ich es nicht tun. Großer Sultan bestimme jemanden, der an meiner Stelle den Samen in die Erde legt, und schon morgen sollst du reife Granatäpfel pflücken.“ Da sagte der Sultan zu seinem ersten Ratgeber: „Pflanze du den Samen. Und morgen soll der ganze Hof in den Garten kommen, damit wir uns überzeugen, ob der Granatapfelbaum auch wirklich gewachsen ist. Bis dahin soll der Mann am Leben bleiben!“

 

Am nächsten Tag begab sich der Sultan mit seinem Hof in den Garten. Aber an dem Platz, wo sein Ratgeber den Samen in die Erde gelegt hatte, war kein Granatapfelbaum zu sehen. Da ließ der Sultan den Mann vorführen und herrschte ihn an:„Wenn du geglaubt hast, du könntest der Strafe entkommen, hast du dich geirrt! Du bist nicht nur ein Dieb, sondern auch ein Lügner.“ Der Mann blickte den Sultan fest an. „Für das Wunder übernehme ich die Gewähr. Ich bin sicher“, sagte er, „dass der Granatapfelbaum nur deshalb nicht gewachsen ist, weil dein erster Ratgeber die Bedingung nicht erfüllt hat. Sicher hat er auch einmal etwas gestohlen.“„Was sagst du dazu?“ fragte der Sultan seinen Ratgeber. Der errötete und stotterte: „Mein Gebieter, der Mann hat recht. Vor vielen Jahren habe ich den Ring genommen, der vom Tisch gefallen war. Habt Erbarmen mit mir! Ich werde zurück erstatten, was mir nicht gehört!“ Der Sultan runzelte die Stirn und befahl seinem Schatzmeister den Samen zu pflanzen. Nach dieser Erfahrung hatte aber der Schatzmeister keine Lust, sich zu blamieren und sagte leise: „Du weißt, großer Sultan, welche Schätze täglich durch meine Hände gehen. Alles wird sorgfältig in ein Buch eingetragen. Einmal aber konnte ich nicht widerstehen und habe eine seltene Perle an mich genommen. Ich schwöre, dass sich sie noch heute zurück bringen werde. Ich flehe dich an, mir meine Unehrlichkeit zu verzeihen.“ Der Sultan blickte zornig um sich, um einen andren Mann auszusuchen, als der Mann sprach: „Mächtiger Sultan, ich rate dir, von niemand mehr zu verlangen, den Samen in die Erde zu pflanzen. Der Mensch kann sich nur selbst vertrauen, daher ist es besser, wenn du es selbst tust.“ Da breitete sich eine seltsame Stille aus. Schließlich sagte der Sultan: „Ich gestehe, dass auch ich nicht ohne Schuld bin. Als Knabe habe ich meiner Mutter einen kostbare Kette gestohlen.“ Dann lächelte er und fuhr fort: „Ich sehe, dein größtes Geheimnis ist deine Weisheit. Deine Schuld sei dir verziehen.“ Und dann gab der Sultan dem Mann noch so viel Gold, dass er und seine Familie nie mehr Hunger leiden mussten. Quelle: Leo Pavlat, Jüdische Märchen. Werner Dausien Verlag, Hanau.{jcomments on}

MÄRCHEN & RÄTSEL

Wie sind die Märchen entstanden? Wie sind sie zu uns gekommen? Märchen gehören zur Literaturgattung der Epik. Es handelt sich um Erzählungen, die von fabelhaften und wunderbaren Begebenheiten berichten, die allesamt frei erfunden sind und keinerlei wirkliche Begebenheiten als Grundlage haben. Hiermit unterscheiden sie sich von den Sagen. Man sagt, dass ein Märchen keinen eindeutigen Verfasser hat; es ist das Ergebnis einer rätselhaften Erschaffung. Die Historiker und Märchenforscher haben Hypothesen aufgestellt, um den Ursprung der Märchen zu erklären. Aber die Märchen- und Geschichtenerzähler haben anstelle einer Antwort eine schöne Geschichte erfunden.

Kultur

Die Vielfalt der algerischen Kultur ist durch die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bedingt, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Algerier sind mehr oder weniger arabisierte Berber. Vier Hauptströmungen beeinfussen die kulturelle Vielfalt Algeriens: eine arabisch-islamische "Leitkultur", die sich u.a. im Alltagsverhalten, der Kleidung, im Rechtswesen, in Staat und Verwaltung und der Religion ausdrückt, eine westlich-beeinflusste Kultur (französischsprachige Literatur, Malerei, klassische und moderne Musik, generell Offenheit statt Ausschließlichkeit), die traditionelle Amazight-Kultur der Kabylen mit eigener Sprache sowie andere traditionelle Kulturen (z.B. Mozabiten) und die Touarag-Kultur im Süden mit  (Musik, sprachliche Eigenheiten und Kleidung).

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