1. Sehenswert
  2. Kochbuch
  3. Buch-Tipps
  4. Volkslieder
  5. Videothek

Imzad-Musik der Tuareg - Weltkulturerbe.

Algerien, Mali, Niger: Imzad-Musik der Tuareg-Gemeinschaften. Die für die afrikanischen Tuareg-Gemeinschaften charakteristische Musik wird von Frauen auf dem Streichinstrument Imzad gespielt. Der Klang der Imzad soll böse Geister vertreiben und die Schmerzen von Kranken lindern.

Harira - die Königin des Ramadan's Tisch

Harira oder Schorba ist die typische Ramadan Suppe im Maghreb. Sie ist sehr nahrhaft, wärmend und stärkend und ein sehr bedeutendes Mitglied des Ramadan's Tisch. Sie ist auch außerhalb des Ramadan ein Bestandteil ders Gastmahls.

Algerien, ein Land holt auf!

Algerien ist das flächenmäßig größte Land Afrikas, es ist der wichtigste Energielieferant Südeuropas und es liegt nur wenige Flugstunden von uns entfernt - und dennoch bleibt dieses Land von der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland - und in Europa insgesamt - weitgehend ausgeklammert.

A Vava Inouva - Idir.

Noch heute zählt “A Vava Inouva” zu den wenigen algerischen Titeln, die weit über die Grenzen des Maghreb hinaus Beachtung fanden - das Lied wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Es liegt schon fast vierzig Jahre zurück, dass der 1949 in der Kabylei geborene Idir mit “A Vava Inouva” Musikgeschichte schrieb.

Echappées Belles - Südalgerien.

Von Tamanrassat bis zum Nationalpark Ahaggar über die Hochebenen von Assekrem wird eine wüstenartige und fabelhafte Landschaft von Südalgerien sowie die Lebensweise der Tuareg (auch die blauen Ritter der Wüste genannt) gezeigt...

Weisheit des Tages

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

In Algierien vor Ausbruch des Befreiungskriegs 1954 machten muslimische und jüdische Musiker gemeinsam Chaabi-Musik. Die junge algerisch-irische Regisseurin Safinez Bousbia hat nun ihre Geschichte und die der Chaabi-Musik in dem preisgekrönten Film "El Gusto" dokumentiert. 

"El Gusto" (Die Leidenschaft) ist ein außergewöhnliches Band-Revival und eine Hommage auf religiöse Toleranz.  In ihrem Debütfilm folgt die Regisseurin dem 73-jährigen Gitarristen Mustafa Tahmi durch die Gassen Algiers. Er erinnert sich an die Zeit, als jüdische und muslimische Musiker hier noch gemeinsam den Chaâbi zu Hochzeiten, Beerdigungen, Festen spielten. Durch die Wirren des Unabhängigkeitskrieges und durch das Exil auseinandergerissen, kommt die Gruppe nach über 50 Jahren wieder zusammen. Und in einem fulminanten Konzert in Marseille feien sie ihre gemeinsame Liebe zur Musik des Chaâbi. Muslimische und jüdische Musiker erinnern sich in dem Film "El Gusto" an die frühen 1950er Jahre. Damals spielten sie in den Cafés und Bars der Altstadt von Algier gemeinsam Chaabi-Musik. Der Chaabi – von „Chaab“, dem arabischen Wort für „Volk“ – ist eine populäre Musik, die in der Kasbah geboren wurde und ihre größte Beliebtheit nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte. 

Muslime und Juden spielten diesen „Blues des Maghreb“ gemeinsam. Das entsprach alten Traditionen: Schon immer hatten in Algerien Juden und Muslime gemeinsam musiziert, selbst bei religiösen Feierlichkeiten. Chaabi ist vordergründig eine Mischung aus andalusischer Musik und Latin mit arabischen Liedtexten, basierend auf der Rhythmik Schwarzafrikas und der Musik der Berber. Doch entstehen konnte er nur durch die kulturelle Durchmischung seiner Interpreten. Und so scheinen im Chaabi Jazz und französische Melodien ebenso durch wie jüdische oder arabische Klänge. Maurice El Médioni, ein maghrebinisch-jüdischer Pianist, hat den Chaabi einmal so beschrieben: „Meine rechte Hand spielte algerische Musik, meine linke Hand Boogie Woogie.“

Bei einer Reise in die alte Heimat entdeckte die irisch-algerische Filmemacherin Safinez Bousbia in einem Laden ein vergilbtes Foto mit Chaabispielern. Der Ladenbesitzer war einer von ihnen gewesen und erzählte von den alten Zeiten. Die Regisseurin beschloss, die alten Männer, die sich seit Jahrzehnten nicht gesehen hatten, zu einem Auftritt wieder zusammenzubringen. Ein mühsames Unterfangen. „Ich musste mich von Tür zu Tür durchfragen“, erzählt Bousbia. „Glücklicherweise kannten sich die Menschen in der Nachbarschaft, auch wenn ihnen oft nicht bewusst war, dass es sich bei den alten Männern um einstmals gefeierte Musiker handelte.“ Am Ende hatte die Filmemacherin, deren Eltern Algerien in den Siebzigerjahren verlassen haben, 30 Musiker ausfindig gemacht, die bereit waren, die Musik von damals wieder erklingen zu lassen, unter ihnen auch Abdel Hali Halo, Dirigent und Sohn des legendären Mohamed El Ankah, des „Vaters“ des Chaabi. 2003 trafen sich die Musiker im Nationaltheater von Algier zum Reunion-Konzert. Doch eine echte Wiedervereinigung war das Konzert in Algier nicht. Es fehlten die jüdischen Musiker. Erst 2007, 45 Jahre nachdem sie sich zuletzt gesehen hatten, kam es zur lang ersehnten Wiedervereinigung. Das Konzert musste in Marseille stattfinden, weil die jüdischen Chaabi-Musiker keine Einreisegenehmigung für Algerien bekommen hatten.

Im Film «El Gusto» erzählen muslimische und jüdische Musiker nostalgisch von ihrer Liebe zur algerischen Chaabi-Musik. In den 1950er Jahren haben sie diese Musik gespielt, zunächst in den Cafés, Friseurläden und Bordellen, schliesslich im Opernhaus von Algier. Nach der Unabhängigkeit Algeriens allerdings haben sich die Musiker aus den Augen verloren. Sie sind entweder nach Frankreich migriert, wurden in Algerien ins Gefängnis geworfen oder zwangsumgesiedelt. Ein nostalgischer Film der Filmemacherin Safinez Bousbia über Freundschaft und die grosse Kraft der Musik.
Safinez Bousbia (1981*) ist eine algerisch-irische Filmemacherin und Produzentin. Sie studierte Architektur und Design in Oxford und Dublin. 2003 begegnete sie in Algier der Geschichte der Chaâbi-Musiker, die sie in ihrem preisgekrönten Filmdebüt »El Gusto« zeigt. Beim Abu Dhabi Filmfestival 2011 erhielt sie u. a. den Preis für die »Beste arabische Regisseurin«. Quelle: norient.com{jcomments on}

Der Film:

Land    Algerien/Vereinigte Arabische Emirate/Irland/Frankreich
Länge    90 min
Produktionsjahr    2011
Produktionsfirma    -
Regisseurin Safinez Bousbia

Menu

Musik verleiht den Gedanken Flügel

Die Musik ist ein moralisches Gesetz. Sie schenkt unseren Herzen eine Seele, verleiht den Gedanken Flügel, lässt die Phantasie erblühen. Platon

Die Musik ist ein Ausdruck von Rhythmen in denen sich der Mensch in seinen emotionalen Lagen widerspiegelt. Es gibt in der menschlichen Geschichte kein Volk ohne Musik. Die Musik ist Teil einer jeden Kultur und eine universale Sprache zugleich. Algerien bietet eine bunte Mischung aus verschiedene Musikarten wie Rai, Chaabi, Kabyle, Haouzi, Chaoui, Maalouf, Andalussi, Malhoun, Gnaoui, usw... Es sind vor allem die traditionnellen Instrumente, die der magrebenischen Musik ihren unverwechselbaren Klang verleihen. Zu den Musikinstrumenten gehören der Oud (Laute), die Gasba (Flöte), der Mezoued (Dudelsack), die Darbouka (Trommel), Bandayar (Tamburin), Quanun (Zither) und die Violine.

Khaled

El Gusto

Machen Sie mit!

Wir bieten hier laufend spannende und aktuelle Themen rund

um Algerien. Ebenso können Sie uns Themen vorschlagen,

die Sie mit dem Netzwerk teilen möchten. Wir nehmen gerne

Beitragsvorschläge  entgegen. Auch Sie können aktiv dazu

beitragen, indem Sie uns Beiträge schicken. Wir freuen uns über

Ihre Unterstützung und sind für Hinweise und Anregungen dankbar!

Sie können uns auch eine Email schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!