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Römische Ruinen von Timgad - Weltkulturerbe.

Bei Timgad handelt es sich um die auf Befehl Kaiser Trajans gegründete römische Colonia Marciana Trajana Thamugadi, die auf Schachbrettgrundriss mit einer ursprünglichen Ausdehnung von 367x325 Metern entstand. Timgad ist ein hervorragendes Beispiel der römischen Städteplanung.

Ras el Hanout - der König der Gewürze

Ras el Hanout ist die Gewürzmischung des Maghreb und verleiht vielen herzhaften Gerichten eine unvergleichlich maghrebinische Note. Diese Gewürzmischung bestehend aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen, sorgt dafür, dass die Nationalgerichte des Maghreb wie Tajine, ...

Stern von Algier - Aziz Chouaki

Den Spagat zwischen Tradition und Moderne thematisiert Aziz Chouaki in seinem Roman Etoile d’Alger (deutsch: Stern von Algier). Moussa, ein Musiker aus dem Volk, will traditionelle Berbermusik mit westlicher verweben, er will „der Michael Jackson von Algier“ werden.Und wenn dieser Hund..

Ya Hasra Alik Ya Denia - Kamal Messaoudi.

Kamal Messaoudi war ein algerischer Musiker und Komponist. Im Jahr 1998 starb Massoaudi in Algier im Alter von 37 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Zu seinen bekanntesten Liedern gehören Schamaa (Die Kerze) und Ya Hasra Alik Ya Denia (Oh das Leben, wie ungerecht du bist!)

Echappées Belles - Südalgerien.

Von Tamanrassat bis zum Nationalpark Ahaggar über die Hochebenen von Assekrem wird eine wüstenartige und fabelhafte Landschaft von Südalgerien sowie die Lebensweise der Tuareg (auch die blauen Ritter der Wüste genannt) gezeigt...

 

 

Weisheit des Tages

So wie man die Strahlen der Sonne nicht zudecken kann, so kann man auch das Licht der Wahrheit nicht auslöschen. Arabische Weisheit

In Algierien vor Ausbruch des Befreiungskriegs 1954 machten muslimische und jüdische Musiker gemeinsam Chaabi-Musik. Die junge algerisch-irische Regisseurin Safinez Bousbia hat nun ihre Geschichte und die der Chaabi-Musik in dem preisgekrönten Film "El Gusto" dokumentiert. 

"El Gusto" (Die Leidenschaft) ist ein außergewöhnliches Band-Revival und eine Hommage auf religiöse Toleranz.  In ihrem Debütfilm folgt die Regisseurin dem 73-jährigen Gitarristen Mustafa Tahmi durch die Gassen Algiers. Er erinnert sich an die Zeit, als jüdische und muslimische Musiker hier noch gemeinsam den Chaâbi zu Hochzeiten, Beerdigungen, Festen spielten. Durch die Wirren des Unabhängigkeitskrieges und durch das Exil auseinandergerissen, kommt die Gruppe nach über 50 Jahren wieder zusammen. Und in einem fulminanten Konzert in Marseille feien sie ihre gemeinsame Liebe zur Musik des Chaâbi. Muslimische und jüdische Musiker erinnern sich in dem Film "El Gusto" an die frühen 1950er Jahre. Damals spielten sie in den Cafés und Bars der Altstadt von Algier gemeinsam Chaabi-Musik. Der Chaabi – von „Chaab“, dem arabischen Wort für „Volk“ – ist eine populäre Musik, die in der Kasbah geboren wurde und ihre größte Beliebtheit nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte. 

Muslime und Juden spielten diesen „Blues des Maghreb“ gemeinsam. Das entsprach alten Traditionen: Schon immer hatten in Algerien Juden und Muslime gemeinsam musiziert, selbst bei religiösen Feierlichkeiten. Chaabi ist vordergründig eine Mischung aus andalusischer Musik und Latin mit arabischen Liedtexten, basierend auf der Rhythmik Schwarzafrikas und der Musik der Berber. Doch entstehen konnte er nur durch die kulturelle Durchmischung seiner Interpreten. Und so scheinen im Chaabi Jazz und französische Melodien ebenso durch wie jüdische oder arabische Klänge. Maurice El Médioni, ein maghrebinisch-jüdischer Pianist, hat den Chaabi einmal so beschrieben: „Meine rechte Hand spielte algerische Musik, meine linke Hand Boogie Woogie.“

Bei einer Reise in die alte Heimat entdeckte die irisch-algerische Filmemacherin Safinez Bousbia in einem Laden ein vergilbtes Foto mit Chaabispielern. Der Ladenbesitzer war einer von ihnen gewesen und erzählte von den alten Zeiten. Die Regisseurin beschloss, die alten Männer, die sich seit Jahrzehnten nicht gesehen hatten, zu einem Auftritt wieder zusammenzubringen. Ein mühsames Unterfangen. „Ich musste mich von Tür zu Tür durchfragen“, erzählt Bousbia. „Glücklicherweise kannten sich die Menschen in der Nachbarschaft, auch wenn ihnen oft nicht bewusst war, dass es sich bei den alten Männern um einstmals gefeierte Musiker handelte.“ Am Ende hatte die Filmemacherin, deren Eltern Algerien in den Siebzigerjahren verlassen haben, 30 Musiker ausfindig gemacht, die bereit waren, die Musik von damals wieder erklingen zu lassen, unter ihnen auch Abdel Hali Halo, Dirigent und Sohn des legendären Mohamed El Ankah, des „Vaters“ des Chaabi. 2003 trafen sich die Musiker im Nationaltheater von Algier zum Reunion-Konzert. Doch eine echte Wiedervereinigung war das Konzert in Algier nicht. Es fehlten die jüdischen Musiker. Erst 2007, 45 Jahre nachdem sie sich zuletzt gesehen hatten, kam es zur lang ersehnten Wiedervereinigung. Das Konzert musste in Marseille stattfinden, weil die jüdischen Chaabi-Musiker keine Einreisegenehmigung für Algerien bekommen hatten.

Im Film «El Gusto» erzählen muslimische und jüdische Musiker nostalgisch von ihrer Liebe zur algerischen Chaabi-Musik. In den 1950er Jahren haben sie diese Musik gespielt, zunächst in den Cafés, Friseurläden und Bordellen, schliesslich im Opernhaus von Algier. Nach der Unabhängigkeit Algeriens allerdings haben sich die Musiker aus den Augen verloren. Sie sind entweder nach Frankreich migriert, wurden in Algerien ins Gefängnis geworfen oder zwangsumgesiedelt. Ein nostalgischer Film der Filmemacherin Safinez Bousbia über Freundschaft und die grosse Kraft der Musik.
Safinez Bousbia (1981*) ist eine algerisch-irische Filmemacherin und Produzentin. Sie studierte Architektur und Design in Oxford und Dublin. 2003 begegnete sie in Algier der Geschichte der Chaâbi-Musiker, die sie in ihrem preisgekrönten Filmdebüt »El Gusto« zeigt. Beim Abu Dhabi Filmfestival 2011 erhielt sie u. a. den Preis für die »Beste arabische Regisseurin«. Quelle: norient.com{jcomments on}

Der Film:

Land    Algerien/Vereinigte Arabische Emirate/Irland/Frankreich
Länge    90 min
Produktionsjahr    2011
Produktionsfirma    -
Regisseurin Safinez Bousbia

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Musik verleiht den Gedanken Flügel

Die Musik ist ein moralisches Gesetz. Sie schenkt unseren Herzen eine Seele, verleiht den Gedanken Flügel, lässt die Phantasie erblühen. Platon

Die Musik ist ein Ausdruck von Rhythmen in denen sich der Mensch in seinen emotionalen Lagen widerspiegelt. Es gibt in der menschlichen Geschichte kein Volk ohne Musik. Die Musik ist Teil einer jeden Kultur und eine universale Sprache zugleich. Algerien bietet eine bunte Mischung aus verschiedene Musikarten wie Rai, Chaabi, Kabyle, Haouzi, Chaoui, Maalouf, Andalussi, Malhoun, Gnaoui, usw... Es sind vor allem die traditionnellen Instrumente, die der magrebenischen Musik ihren unverwechselbaren Klang verleihen. Zu den Musikinstrumenten gehören der Oud (Laute), die Gasba (Flöte), der Mezoued (Dudelsack), die Darbouka (Trommel), Bandayar (Tamburin), Quanun (Zither) und die Violine.

Khaled

El Gusto

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