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Das Denkmal der Märtyrer - Maqam Echahid in Algier.

Das fast 100 Meter hohe "Monument der Märtyrer" überragt Algier - und ist von nahezu jedem Standpunkt in der Stadt aus zu sehen. Es prägt das Bild der Stadt, die in die Bucht gebaut wurde, wie die Ränge eines riesigen halbrunden Theaters.

Die Tajine - der traditionelle Schmortopf aus dem Maghreb

Kochen in der Tajine ist die seit Jahrtausenden bewährte, besonders aromaschonende Garmethode der Berber aus dem Maghreb. Die Tajine ist ein traditioneller Schmortopf, der auch hierzulande seine Verwendung immer beliebter wird. Der Schmortopf bringt viele Vorteile und zaubert einen unvergleichbaren, authentischen Geschmack auf den Teller.

Stern von Algier - Aziz Chouaki

Den Spagat zwischen Tradition und Moderne thematisiert Aziz Chouaki in seinem Roman Etoile d’Alger (deutsch: Stern von Algier). Moussa, ein Musiker aus dem Volk, will traditionelle Berbermusik mit westlicher verweben, er will „der Michael Jackson von Algier“ werden.Und wenn dieser Hund..

Yal Menfi- Akli Yahiatene.

"Yal Menfi" ist arabisch und bedeutet "Der Deportierte". Das Lied ist eine Neuauflage eines alten Songs auf algerisch-arabischen Dialekt, der kurz nach der Deportation von Algeriern nach Neukaledonie gegen 1871 beim Aufstand von El Mokrani und Scheich Ahaddad geschrieben und den Deportierten gewidmet wurde.

Algérie, la mer retrouvée - Algerien entdeckt seine Küste wieder.

Thalassa, eine sehr beliebte Sendung des Französisch-Kanals FR3, bietet eine neuartige Erkundung der 1600 Kilometer langen Küsten und nimmt uns auf eine ungewöhnliche Reise mit. Von West nach Ost bieten die algerischen Landschaften eine faszinierende Vielfalt. 

Weisheit des Tages

Wenn du die Hand zur Faust ballst, kann dir weder jemand etwas hineinlegen, noch kannst du mit dieser Hand etwas aufnehmen.  Afrikanische Weisheit

1893 wurde der letzte Berberlöwe in Algerien erschossen. Die Berberlöwe drohen von der Erde zu verschwinden. Der Zoo Hannover versucht seit Jahren, sie nachzuzüchten. Der Berberlöwe hat eine Sonderstellung unter den Löwen.

Algeriens ursprüngliche Fauna an Löwen, Straussen, Antilopen und anderen Grosstieren ist heute vollkommen ausgerottet. Die französiche Kolonialmacht hat die Löwen stellvertretend für die Berber ausgerottet, um so den Wiederstandswillen dieses stolzen Volkes zu brechen. In der Kolonialzeit richteten die Französen regelrechte Massaker unter den Tieren an. Für sie war es ein Zeitvertreib und Sport, auf jede Tierart zu schießen, die sie entdeckten.  Der Berberlöwe hat eine Sonderstellung unter den Löwen. Er ist größer und stärker als alle anderen Löwenarten. Die Männchen werden bis zu 300 Kilogramm, die Weibchen bis zu 180 Kilogramm schwer. Die Mähne der Männchen ist besonders beeindruckend und erstreckt sich weit über die Schulter wie auch an der Unterseite des Tieres entlang. Sein üppiger Brustpelz zieht sich hinunter bis zum Bauchnabel. Das Fell des Löwen ist hell- bis dunkelbeige, mit heller Färbung an Bauch und Beininnenseiten. Die Rückseite der Ohren ist schwarz. Die Mähne der Männchen Junge Löwen besitzen eine Rosettenzeichnung, die sich im Alter verliert, aber am Bauch und den Beinen können Spuren verbleiben. Die Farbe der Mähne kann variieren, häufig ist blond, rötlichbraun oder schwarz. Kein Wunder also, dass Künstler ihn als Vorbild für ihre Darstellungen von Löwen in Bildhauerei und Malerei nahmen. Disney machte ihn gar zum "König der Löwen". Doch die Berberlöwen sind praktisch ausgestorben.

Die letzten ihrer Art

Ursprünglich lebten Berberlöwen in ganz Nordafrika. Doch durch die Ausdehnung der menschlichen Siedlungen und durch verstärkte Jagd wurden die Raubkatzen immer stärker zurück gedrängt, bis schließlich nur noch in Algerien und Marokko letzte Bestände zu finden waren. Schon in der Erstausgabe von Brehms Tierleben aus dem Jahre 1863 heißt es: "Namentlich in Algier ist er gegen früher sehr dünn geworden; die häufigen Kriege der Franzosen mit den Arabern haben ihn verdrängt, und die französischen Löwenjäger, zumal der berühmte Jules Gerard, haben seine Reihen sehr gelichtet." Vermutlich 1942 wurde der letzte in Freiheit lebende Berberlöwe erschossen. Spätestens aber seit den Fünfzigerjahren waren die Tiere vom Erdboden verschwunden und für immer verloren. So schien es zumindest.{jcomments on}

Wie sich später herausstellen sollte, gab es doch noch Hoffnung für diese seltene Löwenart. Es gab jedoch eine Population, die dieser Vernichtung entgangen ist. Die marokkanischen Herrscher - früher Sultane, später Könige - hatten sich Berberlöwen als Palastlöwen gehalten und zwar wurde den marokkanischen Fürsten diese Gruppe als Treuegabe vom Volk der Berber überreicht. 1970 überlies König Hassan II. diese Gruppe dem Zoo von Rabat. 1998 lebten von dieser Gruppe noch 52 Tiere ( 24 Männchen und 28 Weibchen), teils im Zoo von Rabat, aber auch an 13 anderen Orten Europas. Seitdem läuft ein Rückzüchtungsprogramm zum Erhalt und Sicherung des Berberlöwens.

Zucht ohne Ordnung

Der Zoo Rabat verteilte die ihm anvertrauten Tiere weiter. Nicht um damit Geld zu verdienen, sondern um die Nachzucht auf breitere Füße zu stellen. Elf Zoos weltweit halten inzwischen wieder kleine Berberlöwenpopulationen. Hannover war der jüngste Neuzugang, aber auch ein ungarischer Zoo hat nun Interesse signalisiert. Ein großes Problem für die Nachzucht ist die geringe Anzahl der verbliebenen Tiere. Je enger verwandt sie sind, desto größer ist die Gefahr der Inzucht. Trotzdem wurden längere Zeit Löwen miteinander verpaart, ohne dass ausreichend Informationen über ihre Herkunft und ihren genetischen Hintergrund existierten.

Bereits in den Neunzigerjahren gab es einen ersten Versuch, für die verbliebenen mutmaßlichen Berberlöwen ein Zuchtbuch zu erarbeiten. Er wurde jedoch nicht vollendet. Erst 2009 gelang es dem englischen Wildbiologen Simon Black - mit Unterstützung durch die Forscher Noboyuki Yamaguchi und Jim Groombrigde sowie Adrian Harland von der Aspinall Foundation für bedrohte Tierarten - eine verlässliche Ordnung in die Löwenzucht zu bringen

Nachwuchs: Joco und Zari

Es war ein großer Tag für den Zoo Hannover: Zwei winzige Fellknäuel erblickten am 24. Februar 2011 das Licht der Welt, die Berberlöwen Joco und Zari. Erst seit März 2010 halten die Hannoveraner diese seltene Löwenart - die erste Begegnung der Eltern der Kleinen fand sogar erst im Juli statt. Das neue Zuchtprogramm ist also ein voller Erfolg.. Quelle: http://www.daserste.de/

 

 

Tamanrasset -Tassili Hoggar

Berberlöwen - Könige im Exil

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